19.06.2018 · von: Gerrit Noppel

Homeoffice 2.0 – warum wir unseren Arbeitsplatz frei wählen

Das Internet bietet uns die einzigartige Möglichkeit, Raum und Zeit zu überwinden. Wir als Digitalagentur finden, dass unsere Mitarbeiter von dieser Technologieentwicklung profitieren sollten. Homeoffice ist mittlerweile in einigen Unternehmen angekommen, aber bei uns kann jeder seinen Arbeitsort völlig frei wählen. Warum die Leute trotzdem gerne ins Büro kommen, erfährst du in unserem Blogbeitrag.

Montagmorgen, die Woche fängt mit einem ungeliebten Zahnarztbesuch an. In einem normalen 9-to-5-Job würde ich schon im vollen Wartezimmer schwitzige Hände bekommen. Nicht wegen dem drohenden Bohrer, sondern wegen der Zeit, die ich nicht an meinem Arbeitsplatz im Büro bin:

„Was soll der Chef denken, wenn ich trotz Entschuldigung so lange abwesend bin? Schaffe ich die mir zugewiesenen Aufgaben? Und wie lange werde ich auf dem Weg ins Büro im verdammten Stau stehen?“

Ganz anders bei Friendventure: Hier nehme ich meinen Laptop morgens einfach mit, denn ein paar Meter neben dem Arzt meines Vertrauens befindet sich mein Lieblingscafé, wo ich mit einem leckeren Kaffee entspannt meinen Arbeitstag beginne. Solange die Plombe das aushält 😉

Kein stressiges Hetzen zurück ins Büro und kein schlechtes Gewissen, weil ich so lange nicht am Arbeitsplatz war. Bei Friendventure kann ich von überall aus arbeiten. Von wo aus ich meine Aufgaben erledige, ist erst einmal sekundär.

 

Kann ich also arbeiten, wo ich will?

Im Grunde genommen ja. Was das Homeoffice angeht, werden bei uns ganz unterschiedlichste Modelle gelebt:

  • Der Großteil der Kollegen kommt ins Büro und nimmt hin und wieder die Möglichkeit des Homeoffice wahr. Vor allem das Design- und das Projektmanagementteam schätzen die kurzen Wege im Büro.
  • Einige junge Eltern wollen gerade im Säuglingsalter so häufig wie möglich bei ihren Kleinen bleiben und arbeiten 2-3 Tage pro Woche von zu Hause aus.
  • Einige Programmierer, die häufig mit Langzeitprojekten beschäftigt sind, arbeiten fast ausschließlich im Homeoffice.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die Flexibilisierung der Arbeit bei allen Kollegen großen Anklang findet. Auch das gängige Gegenargument „Dann kommt ja niemand mehr ins Büro” konnten wir entkräften. Trotz der freien Wahl des Arbeitsplatzes kommt immer noch die Mehrzahl der Mitarbeiter zum Arbeiten ins Kölner Friesenviertel.

Und warum? Ganz einfach, wir Menschen sind soziale Wesen. Wenn wir gerne arbeiten und unsere Kollegen mögen, dann kommen wir auch gerne ins Büro. Dennoch möchten wir immer die Möglichkeit bieten, auch einmal einen anderen Arbeitsort zu wählen. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn die Waschmaschine geliefert wird, ein Einkauf ansteht oder zwischendurch die Kleinen vom Kindergarten abgeholt werden müssen.

 

Gibt es keine Anwesenheitspflicht?

Im Grunde nicht. Da wir digitale Produkte erzeugen, ist physische Anwesenheit meist nicht zwingend notwendig. Natürlich gibt es Situationen, in denen sie vorteilhaft ist:

  • Interne Projektbesprechungen oder Meetings
  • Mitarbeitergespräche
  • Vorstellungsgespräche
  • Kundentermine

In solchen Situationen sind Face-to-Face-Gespräche einfach die bessere Wahl ist. Insgesamt ist die Anzahl von Anwesenheitsterminen aber überschaubar – auch weil wir interne Meetings ohnehin kurz halten, um uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Es gibt also keine Anwesenheitspflicht, die Verantwortung liegt aber bei jedem Mitarbeiter selbst. Jeder muss sich die Frage stellen: „Kann ich es als Teil des Teams verantworten, dass ich von diesem Ort aus hier und jetzt arbeite?“ In den meisten Fällen können wir die Frage mit „JA“ beantworten, Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Gute Organisation – ein Muss

Natürlich erfordert dieses Modell eine gute Organisation. Aber die sollte auch bei Anwesenheitspflicht im Büro vorhanden sein. Natürlich ist es einfacher, mal schnell quer über den Schreibtisch zu rufen. Aber dank moderner Kommunikationsmittel ist auch die Nichtanwesenheit einiger Mitarbeiter kein Hindernis. Slack sei Dank 🙂

Natürlich müssen Deadlines und Verantwortlichkeiten noch deutlicher kommuniziert werden. Aber gerade in den gängigen Projektmanagement Tools (wir nutzen Asana) lassen sich Aufgaben zuweisen und Arbeitsschritte genau dokumentieren. Bei einem Remote-Team ist diese Orga natürlich unverzichtbar.

 

Fazit

Alle Mitarbeiter wissen die Vorteile bei Friendventure zu schätzen und möchten die Flexibilität der Arbeit nicht mehr missen. Deshalb sind wir auch ein eingeschworenes Team mit einer niedrigen Fluktuation.

Außerdem sind wir überzeugt, dass unser flexibles Arbeitssystem auch eine positive Auswirkung auf die Qualität unseres Outputs hat. Die Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen, bringt häufig die zusätzliche Motivation, um wirklich ausgezeichnete Arbeit abzuliefern. Am Ende profitieren alle: Kunden, Mitarbeiter und das Unternehmen.

So viel zur freien Wahl des Arbeitsortes. Wenn du dich dafür interessierst, wie wir unsere Arbeitszeiten regeln, schau dir unseren Blogartikel über unser 30-Wochenstunden-Modell an.

Über den Autor

Gerrit brennt für Online Marketing. Deshalb ist er bei Friendventure auch für die Unternehmenskommunikation und das Content Marketing zuständig. Gerne schreibt er zu Themen wie New Work und Entrepreneurship. Sein Interesse gilt außerdem der Sozial- und Netzpolitik.

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