Homeoffice 2.0 – warum wir unseren Arbeitsplatz frei wählen

Autoren
  • Gerrit Noppel

Mit dem Schreibtisch an den Strand umsiedeln? Warum nicht? Bei Friendventure ist die ganze Welt dein Büro! Unseren Mitarbeiter:innen ist es selbst überlassen, ob sie im Homeoffice, im Büro oder am anderen Ende der Welt arbeiten. Was das für Vorteile mit sich bringt und warum die Leute trotzdem gerne ins Büro kommen, erfährst du in diesem Beitrag.

9-to-5 ade!

Montagmorgen, die Woche fängt mit einem ungeliebten Zahnarztbesuch an. In einem normalen 9-to-5-Job würdest du vielleicht schon im vollen Wartezimmer schwitzige Hände bekommen. Nicht wegen dem drohenden Bohrer, sondern wegen der Zeit, die du nicht an deinem Arbeitsplatz im Büro bist:

„Was soll der Chef denken, wenn ich trotz Entschuldigung so lange abwesend bin? Schaffe ich alle To-dos? Und wie lange werde ich auf dem Weg ins Büro im verdammten Stau stehen?“

Ganz anders bei Friendventure: Hier nimmst du deinen Laptop morgens einfach mit, denn ein paar Meter neben dem Arzt deines Vertrauens befindet sich dein Lieblingscafé, wo du mit einem leckeren Kaffee entspannt deinen Arbeitstag beginnst. Solange die Plombe das aushält. 😉

Kein stressiges Hetzen zurück ins Büro und kein schlechtes Gewissen, weil du so lange nicht am Arbeitsplatz warst.

Kannst du also arbeiten, wo du willst?

Im Grunde genommen ja. Von wo aus du deine Aufgaben erledigst, ist erst einmal sekundär. Was das ortsunabhängige Arbeiten angeht, werden bei uns ganz unterschiedlichste Modelle gelebt:

  • Der Großteil der Kolleg:innen kommt ins Büro und nimmt hin und wieder die Möglichkeit des Homeoffice wahr. Vor allem das Design- und das Projektmanagementteam schätzen die kurzen Wege im Büro.
  • Einige junge Eltern wollen gerade im Säuglingsalter so häufig wie möglich bei ihren Kleinen bleiben und arbeiten 2-3 Tage pro Woche von zu Hause aus.
  • Einige Frontend- und Backend Programmierer:innen, die vor allem mit Langzeitprojekten beschäftigt sind, arbeiten fast ausschließlich im Homeoffice.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die Flexibilisierung der Arbeit bei allen Kolleg:innen großen Anklang findet. Auch das gängige Gegenargument „Dann kommt ja niemand mehr ins Büro” konnten wir entkräften. Trotz der freien Wahl des Arbeitsplatzes kommt immer noch die Mehrzahl der Mitarbeiter:innen zum Arbeiten ins Kölner Friesenviertel.

Und warum? Ganz einfach, wir Menschen sind soziale Wesen. Wenn wir gerne arbeiten und unsere Kolleg:innen mögen, dann kommen wir auch gerne ins Büro. Dennoch möchten wir immer die Möglichkeit bieten, auch einen anderen Arbeitsort zu wählen. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn die Waschmaschine geliefert wird, ein Einkauf ansteht oder zwischendurch die Kleinen vom Kindergarten abgeholt werden müssen.

Auch die Tätigkeit kann den Arbeitsplatz bestimmen: Gerade intensive Text- oder Programmierarbeit braucht eine ruhige Umgebung, um im Flow zu bleiben. Die Entwickler:in, die gerade in seinem Programmiertunnel steckt, braucht bei jeder Unterbrechung ca. 3-5 Minuten, um wieder die volle Konzentration aufzubauen. Deshalb ziehen viele Mitarbeiter:innen bei hochkonzentrierter Arbeit das Homeoffice dem Büro vor.

Gibt es eine Anwesenheitspflicht?

Nein. Da wir digitale Produkte erzeugen, ist physische Anwesenheit meist nicht zwingend notwendig. Natürlich gibt es Situationen, in denen sie vorteilhaft ist:

  • Interne Projektbesprechungen oder Meetings
  • Mitarbeitergespräche
  • Vorstellungsgespräche
  • Kundentermine

In solchen Situationen sind Face-to-Face-Gespräche einfach die bessere Wahl. Insgesamt ist die Anzahl der Anwesenheitstermine aber überschaubar – auch weil wir interne Meetings ohnehin kurz halten, um uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Es gibt also keine Anwesenheitspflicht, die Verantwortung liegt aber bei jede:r Mitarbeiter:in selbst. Jeder muss sich die Frage stellen: „Kann ich es als Teil des Teams verantworten, dass ich von diesem Ort aus hier und jetzt arbeite?“ In den meisten Fällen können wir die Frage mit „JA“ beantworten, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gute Organisation – ein Muss

Unser Modell erfordert eine gute Organisation. Aber die sollte auch bei Anwesenheitspflicht im Büro vorhanden sein. Natürlich ist es einfacher, mal schnell quer über den Schreibtisch zu rufen. Aber dank moderner Kommunikationsmittel ist auch die Nichtanwesenheit einiger Mitarbeiter:innen kein Hindernis. Als Remote-Team nutzen wir diverse digital Tools. Einen Überblick über unsere Remote-Tools erhältst du in unserem Artikel Diese 8 digital Tools sind in einer Remote-Agentur unverzichtbar.

Natürlich müssen Deadlines und Verantwortlichkeiten noch deutlicher kommuniziert werden, wenn nicht alle am gleichen Ort arbeiten. Aber gerade in den gängigen Projektmanagement Tools (wir nutzen Asana) lassen sich Aufgaben zuweisen und Arbeitsschritte genau dokumentieren.

Fazit

Alle Mitarbeiter:innen wissen die Vorteile bei Friendventure zu schätzen und möchten die Flexibilität der Arbeit nicht mehr missen. Deshalb sind wir auch ein eingeschworenes Team mit einer niedrigen Fluktuation.

Außerdem sind wir überzeugt, dass das flexibles Arbeitssystem auch eine positive Auswirkung auf die Qualität unseres Outputs hat. Die Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen, bringt häufig die zusätzliche Motivation, um wirklich sehr gute Arbeit abzuliefern. Am Ende profitieren alle: Kunden, Mitarbeiter:innen und das Unternehmen.

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  • Über Gerrit Noppel

    Gerrit brennt für Content Marketing und SEO. Leidenschaftlich gern schreibt er zu Themen wie New Work, Organisationsentwicklung und Marketing. Sein Interesse gilt außerdem der Europa- und Netzpolitik.