14.06.2018 · von: Gerrit Noppel

Arbeitszeit-Modell: Unsere 6 Gründe für die 30-Stunden-Woche

9-to-5 ist in Deutschland nach wie vor weit verbreitet. Wir wollten es von Anfang an anders machen. Kreativität, Freiheit und Eigenverantwortung sollten im Vordergrund stehen. Unsere Idee: Festlegung der produktiven Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche – bei Vollzeit-Bezahlung. Wie das funktioniert, erfahrt ihr im Blog! 
 
Unser Arbeitszeit-Modell ist mittlerweile ein fester Baustein in der Friendventure Kultur. Niemand im Büro möchte es mehr missen. Denn das Modell bietet viele Freiheiten: Arbeitsort und Arbeitszeit können weitestgehend frei gewählt werden. Aber es bedeutet auch ein hohes Maß an Verantwortung. Aber wie funktioniert es genau?

  • Grundlage bei einer Vollanstellung sind 40 Arbeitsstunden pro Woche. Soweit, so normal.
  • Da wir allerdings davon ausgehen, dass niemand hochkonzentriert 8 Stunden am Stück arbeiten kann, soll am Ende ein produktiver Output von mindestens 30 Wochenstunden stehen (6 Stunden pro Tag).
  • „Produktiver Output“ meint die Zeit, in der wir effektiv an etwas arbeiten.
  • Alle arbeitsfernen Aktivitäten wie Zigarettenpausen, Surfen auf Facebook, die Buchung der Airbnb-Wohnung für die nächste Reise oder die Besprechung der letzten Partynacht mit den Kollegen gehören folglich nicht dazu.
  • Unsere effektive Arbeitszeit erfassen wir mit dem Time-Tracking-Tool Harvest. Das geht kinderleicht und zeigt außerdem, wie lange wir an welchem Projekt gearbeitet haben.

Harvest

  • Über die restlichen 2 Stunden pro Tag kann jeder frei verfügen. Ob Mittagessen mit den Kollegen, Kaffeepause zwischendurch oder eben einfach früher Feierabend machen. Alles ist erlaubt.
  • Für diejenigen, die von zu Hause oder von einem anderen Ort arbeiten, gelten selbstverständlich die gleichen Regeln.

Soviel zum Modell. Aber warum legen wir die effektive Arbeitszeit auf 30 Stunden fest? Hier sind 6 Gründe:

 

1) Nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter

Der Erfolg einer Agentur steht und fällt mit ihren Mitarbeitern. Nur zufriedene Mitarbeiter erbringen die vollen 100 Prozent, die nötig sind, um unsere Kunden wirklich rundum glücklich zu machen.

Fotoshooting Friendventure

Und zufrieden ist der, der genug Freizeit hat, um seinen Hobbys und Lebensträumen nachzugehen. Das ist mit einer starren 40-Stunden-Woche inklusive Überstunden meist kaum möglich.

 

2) Gute Mitarbeiter bleiben der Agentur erhalten

Das Thema Personalfluktuation steht eng in Verbindung mit Punkt 1, denn zufriedene Mitarbeiter wechseln seltener den Job.

Ständige Mitarbeiterwechsel sind nicht unser Ding – wir bauen auf ein langfristiges Arbeitsverhältnis durch eine angemessene Arbeitsbelastung und interessante Projekte.

Nicht umsonst sind unsere beiden Mitarbeiter der ersten Stunde noch mit an Bord. Grüße an Anatol und Roman 🙂

 

3) Der Krankenstand sinkt

Die Formel ist relativ einfach: Wer zu viel und zu lange arbeitet, wird schneller krank. Das ist etwas simpel ausgedrückt, trifft aber im Kern zu. Weniger Arbeitsbelastung führt zu weniger Stress, was sich positiv auf alle Lebensbereiche auswirkt.

Krankenstand sinkt

Ein ausgewogener Freizeitausgleich sorgt auch für psychische Gesundheit. Das gehört auch zu unserer unternehmerischen Verantwortung.

Im Krankheitsfall bauen wir keinen Druck auf, sondern lassen unsere Mitarbeiter in Ruhe genesen.

 

4) Die Kreativität steigt

Gerade im Kreativbereich ist es wichtig, die Mitarbeiter nicht mit zu starren Vorgaben zu drangsalieren. Auf Kommando kreativ sein, funktioniert eben nicht.

Wer nicht unter ständigem Druck steht, dem fällt die zündende Idee vielleicht gar nicht am Arbeitsplatz, sondern auch mal unter der Dusche ein.

Wir wollen unsere Mitarbeiter dazu ermutigen, über den Tellerrand hinauszublicken. Kein starres Abarbeiten von Aufgaben, kein Verwalten, sondern neue Ideen einfach mal ausprobieren.

 

5) Mehr Flexibilität

Eine weitere Stärke unseres Arbeitszeit-Modells ist seine Flexibilität. Bei uns kommen sowohl Langschläfer als auch Frühaufsteher auf ihre Kosten. Im Sommer etwas früher beginnen, um nach der Arbeit noch etwas Sonne zu tanken oder erst gegen Vormittag anfangen, beides kein Problem.

Diese Flexibilität ermöglicht es auch, Einkäufe zwischendurch zu erledigen oder das Kind vom Kindergarten abzuholen.

 

6) Es bleibt mehr Zeit für Teamevents

50 Wochenstunden und danach noch ein Bierchen mit den Kollegen trinken? Kaum denkbar, denn die meisten Mitarbeiter wollen dann möglichst schnell nach Hause.

Wir organisieren hingegen regelmäßig Teamevents und unternehmen auch mal was spontan nach der Arbeit. Ob gemeinsames Essengehen, Grillen oder Escape-Room.

Friendventure BBQ

Eine ganz spezielle Teambuildingmaßnahme gibt es einmal pro Jahr: Das ganze Büro fährt eine Woche auf Workation, um an einem attraktiven Ort zusammen zu arbeiten & die Sonne zu genießen!

Wie ihr seht, geht es nicht darum, “weniger” zu arbeiten. Es geht eher um eine Einstellung, um eine Haltung gegenüber dem Arbeitsleben, das einen Großteil unserer Lebenszeit in Anspruch nimmt. Und diese Zeit wollen wir bei Friendventure positiv, produktiv und gemeinsam nutzen!

Über den Autor

Gerrit brennt für Content Marketing. Leidenschaftlich gern schreibt er zu Themen wie New Work, Mitarbeiterbeteiligung und Entrepreneurship. Sein Interesse gilt außerdem der Europa- und Netzpolitik. Bei Fragen und Anregungen zum Blog kontaktiert ihn gerne per E-Mail: gerrit@friendventure.de

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