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Der ultimative SEO-Leitfaden für Einsteiger

02.08.2021·von Leo Lemke zum Thema WordPress

Wer suchet, der findet – und wer optimiert, wird gefunden! SEO ist eine der wichtigsten Strategien für erfolgreiches Online-Marketing. Gerade SEO-Neulinge fühlen sich von der Menge an Informationen jedoch eingeschüchtert. SEO, Onpage, Snippets, Keywords etc. Was ist das alles? Und was kannst du konkret unternehmen? Dieser SEO-Leitfaden führt dich ohne Vorwissen in das Thema ein und gibt dir das richtige Werkzeug zur Hand.

Dieser Guide ist so aufgebaut, dass du ihn sowohl von vorne nach hinten durchlesen als auch direkt zu den Abschnitten springen kannst, die dich interessieren.

  • Kapitel 1 bis 5: Was ist SEO und was bringt sie? Hier lernst du Grundlegendes über SEO, verwandte Begriffe und den Nutzen für dich und dein Unternehmen.
  • Kapitel 6 und 7: Im Kernstück dieses Leitfadens lernst du, wie du deine Website grundlegend optimierst. Dabei geht es vor allem um deinen Content, aufgeteilt in Onpage- und Offpage-Maßnahmen.
  • Kapitel 8 bis 10: Weitere Themen (Blackhat-SEO, KPIs/Reporting und Relaunches)

Wenn du bisher kaum bis gar keine Berührpunkte mit SEO hattest, empfehlen wir dir, den Artikel von Anfang an zu lesen.

 

Was ist SEO?

Die Abkürzung SEO steht für Search Engine Optimization und wird als Suchmaschinenoptimierung ins Deutsche übersetzt. Der Begriff ist dementsprechend selbsterklärend: SEO umfasst alle Maßnahmen, die eine Website für Suchmaschinen (Google, Bing, Yahoo, Yandex, Baidu etc.) optimieren. Das Ziel: Die Website soll für bestimmte Anfragen auf der ersten SERP (Search Engine Results Page) möglichst weit oben stehen. Solche Anfragen bestehen immer aus einem oder mehreren Keywords.

Suchmaschinen kannst du dir dabei wie Filter vorstellen: Sie helfen Internetnutzern, in der unüberschaubaren Menge an Content das zu finden, was für sie relevant ist. Dafür nutzen Suchmaschinen einen Bot – den sogenannten Crawler – der für alle möglichen Suchanfragen ein Ranking relevanter Websites erstellt, indem er sie “indexiert”. Wie gut oder schlecht eine Website abschneidet, hängt dabei von inhaltlichen und technischen Faktoren ab.

Disclaimer: Wir behandeln in diesem Leitfaden die SEO-Kriterien von Google. Bei anderen Suchmaschinen kann es zu Abweichungen kommen. Wenn deine Zielgruppe zum Beispiel Bing, Yahoo, Yandex oder Baidu nutzt, solltest du dich mit deren Besonderheiten vertraut machen.

 

Der Unterschied zwischen SEO, SEA & SEM

Nicht alles, was dir auf einer SERP angezeigt wird, ist dort durch SEO gelandet. Du hast sicher schon mal etwas bei Google gesucht und bist darüber gestolpert, dass die ersten Suchergebnisse als “Anzeige” markiert wurden. Dabei handelt es sich um gekaufte Top-Spots für gewisse Suchanfragen – man spricht hier (nicht verwechseln!) von SEA (Search Engine Advertising).

Google bietet für SEA verschiedene Bezahlmodelle an. Das häufigste ist „CPC“ oder „Cost per Click“. Hierbei bezahlst du für jeden Klick, den deine Anzeige generiert, einen festgelegten Betrag. Wie hoch dieser ausfällt, hängt davon ab, wie stark umkämpft ein Keyword ist. Je mehr Websites um ein Keyword konkurrieren, desto teurer die Anzeige.

Die zwei großen Vorteile von SEA: Schnelligkeit und Sichtbarkeit. Eine SEA-Anzeige wird Suchenden angezeigt, sobald du sie gebucht hast, und wird zudem noch vor den organischen Suchergebnissen dargestellt. SEO hingegen befördert deine Website deutlich langsamer auf Spitzenpositionen, ist dafür jedoch kostenlos und nachhaltiger – schließlich produziert sie keine laufenden Kosten, um die Position zu halten.

Der Vollständigkeit halber sei hier auch noch SEM genannt: Search Engine Marketing. Dabei handelt es sich um die Kombination aus SEO und SEA. Gerade bei stark umkämpften Keywords kann SEM den entscheidenden Vorteil bringen. Es ist jedoch kein reines SEO und gehört entsprechend abgegrenzt.

 

Was bringt SEO?

Die Antwort auf diese Frage scheint nach der Definition eindeutig: SEO befördert deine Website im Suchmaschinenranking aufs Siegertreppchen! Aber was bringt dir Suchmaschinenoptimierung konkret? Messbarkeit, hohe Reichweite und kostenlose Werbung. Mit diesen Benefits wird deine Website zu einem mächtigen Marketingtool.

 

1. Weite Verbreitung

Der erste große Vorteil von SEO ist die weit verbreitete Nutzung von Suchmaschinen. Es gibt quasi keine Internetnutzenden, die nicht darauf zugreifen. Der Anteil, den Suchmaschinen am weltweiten Traffic ausmachen, liegt darum auf über 90 %! Egal ob mobil oder Desktop, in deiner Nähe oder am anderen Ende der Welt – potenziell liegt niemand, für den du relevant sein könntest, außerhalb deiner Reichweite.

 

2. Direkte Ansprache von Zielgruppen

Deine SEO-optimierte Seite wird den Nutzenden gezeigt, für die du relevant bist. Schließlich suchen sie genau das, was du anbietest. Um ein paar Marketingbegriffe zu verwenden: Eine suchmaschinen-optimierte Seite ist ein “Pull-Kanal”. Das heißt, dass du sie nicht allen in deiner Reichweite “aufdrückst”, sondern, dass sie im Gegenteil bereits Interessierte “zu sich zieht”. Du musst potentielle Kundschaft also nicht von Grund auf von dir und deinem Angebot überzeugen. Stattdessen haben sie bereits eine konkrete Suchintention, die du im besten Fall bedienst. Man spricht hier auch von kalten vs. heißen Leads.

Dieser geringe Streuverlust ist ein riesiger Vorteil gegenüber Werbemitteln, die zwar eine riesige Reichweite haben, aber nur einen kleinen Teil der Leute ansprechen. Plakatwände werden zwar von zehntausenden gesehen, sind aber nur für einen Bruchteil relevant. Besonders bei nischigen Produkten oder im B2B ist SEO darum Gold wert: Wer ein Ersatzteil für seinen Poolsaugroboter braucht, wird dieses eher auf einer SEO-optimierten Website finden als auf einem Werbeplakat.

 

3. (Theoretisch) kostenlose Werbung

Egal, ob es um Plakate, TV-Spots, Online-Banner oder SEA geht: Werbung kostet Geld. Und das meist nicht nur einmal, sondern dauerhaft. Wie viel genau, kannst du dir im Falle von SEA mit einer simplen Formel errechnen:

(Suchvolumen/CTR)*CPC = SEA-Kosten

Hierbei teilst du die Suchvolumen deines Keywords durch die gewünschte Click-Through-Rate (also wie viele Suchende auf deine Anzeige klicken sollen) und multiplizierst das Ergebnis mit den Kosten per Klick (CPC). Suchvolumen und CPC kannst du beispielsweise ohne Anmeldung über die Website Ubersuggest herausfinden.

Während also SEA bei hohem Traffic und hoher Konkurrenz ordentlich zu Buche schlagen kann, kostet dich SEO (theoretisch) nichts – ein Platz in den Google-Suchergebnissen ist völlig kostenlos. Somit ist das Preis/Leistungsverhältnis einer hohen Platzierung unschlagbar. Wir schreiben hier nur “theoretisch”, weil SEO wie jedes andere Werbemittel trotzdem Zeit und Arbeitskraft kostet. Das Erreichen des hohen Rankings und das Halten der Stellung kann dementsprechend durchaus Kosten generieren. Der Werbeplatz an sich ist jedoch völlig umsonst.

 

SEO 2021: Worauf legt Google Wert?

Im Jahr 2005 sah SEO so aus: Wer für ein bestimmtes Keyword ranken wollte, verbaute dieses Keyword einfach so oft wie möglich auf seiner Website. Das Ergebnis? Unlesbare Texte, in denen jeder einzelne Satz das Keyword enthält. So wie in diesem Absatz, nur in schlimmer. Was damals jedoch Erfolge brachte, wird mittlerweile zum Glück abgestraft.

Google ist heute vor allem auf eines aus: eine optimale User Experience! Gefällt Personen, was deine Seite bietet, dann belohnt Google diese mit einem entsprechend hohen Ranking. Das bedeutet, dass a) Lesbarkeit wichtiger als eine hohe Keyworddichte ist und b) die Optimierung weit über bloße Textarbeit hinausgeht. Denn um eine gute UX zu schaffen, wird neben gut geschriebenem und informativem Content unter anderem auch eine hohe Ladegeschwindigkeit und eine übersichtliche Seitenstruktur benötigt.

Konkret heißt das: SEO ist 2021 ein holistisches Projekt. Jede Stellschraube, an der gedreht werden kann, wird auch gedreht, um Nutzenden die bestmögliche Erfahrung zu bieten – und vom Crawler mit einem hohen Ranking dafür belohnt zu werden.

 

Woraus setzt sich SEO zusammen?

SEO-Maßnahmen lassen sich grob in zwei Bereiche einteilen:

  1. Onpage-Optimierung umfasst alle technischen und inhaltlichen Maßnahmen, die an bzw. auf der Website selbst zu finden sind.
  2. Die Offpage-Optimierung hingegen wirft einen Blick auf externe Webseiten und wie diese – etwa per Backlink – auf die eigene Webseite verweisen.

Wer Suchmaschinenoptimierung betreibt, arbeitet also sowohl an der eigenen Website als auch an deren Verbreitung im Netz. Für Anfänger rücken hierbei vor allem die inhaltlichen Maßnahmen in den Fokus, die wir dir im nächsten Kapitel vorstellen.

 

Onpage SEO Optimierung: Erste Schritte

Der Großteil aller SEO-Maßnahmen wird direkt an der zu optimierenden Website vorgenommen. Darum spricht man hier von “Onpage”. Damit du als SEO-Neuling in diesem Kapitel nicht sofort wieder zurück auf die Google-Ergebnisse flüchtest, konzentrieren wir uns auf inhaltliche Änderungen, die kein großes Vorwissen benötigen. Diese Änderungen sind grundlegend und simpler als die meisten technischen Maßnahmen, aber nicht weniger wichtig.

 

SEO-Status Quo prüfen

Bevor du irgendeine Form von SEO für deine Website betreibst, gilt eines: Schaue, wo du stehst! Wir stellen dir die wichtigsten Fragen und zeigen dir, wie du die Antworten findest.

1. Ist deine Website indexiert? Die Überprüfung hiervon ist denkbar einfach: Google deine Website. Gib hierfür “site:” gefolgt von der URL deiner Website in die Suchzeile ein (ohne “www.” am Anfang!). Bei uns sieht diese Suchanfrage so aus:

 

Wenn bei dieser Suchanfrage keine Ergebnisse angezeigt werden, dann hat Google deine Website nicht indexiert. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Deine Website ist gerade erst online gegangen. In diesem Fall kann es sein, dass der Crawler deine Seite einfach noch nicht erfasst hat. Warte einen halben Tag und versuche es später nochmal.
  • Deine Website ist für die Indexierung gesperrt. Das hängt in der Regel mit der robots.txt-Datei einer Seite zusammen. Entwickler nutzen diese, damit bestimmte Seiteninhalte nicht als Suchergebnisse erscheinen (z. B. eine XML-Sitemap, eine Test-Seite o. ä.).
  • Deine Website verstößt gegen Suchmaschinenrichtlinien. Dies kann inhaltliche Gründe haben, es kann aber auch mit Black-Hat-SEO zusammenhängen. Solltest du solche Methoden angewandt haben, kann es sein, dass Google deine Seite komplett vom Index entfernt hat.

Trifft keiner dieser Punkte auf dich zu, du erscheinst aber trotzdem nicht in den Suchergebnissen, dann solltest du den Google Support kontaktieren. Auch ein hochkomplexer Algorithmus wie der Crawler macht mal Fehler. Deine Seite wird indexiert? Dann lass uns die Reihenfolge deiner Suchergebnisse prüfen.

2. In welcher Reihenfolge erscheinen die Einträge? Die Suchergebnisse sollten in etwa die Hierarchie deiner Seite widerspiegeln. Das heißt. ganz oben sollte deine Homepage stehen, dann die großen Unterseiten wie Über uns, Jobs, Kontakt, Blog und schließlich tieferliegende Seiten für Blogartikel, Produkte o. ä. Wenn die SERP bei dir anders aussieht und z. B. dein Impressum als erstes erscheint, musst du an deiner Seitenstruktur arbeiten. Die Abschnitte Sitemap und URL-Struktur helfen dir dabei weiter.

3. Wie sehen die Ergebnisse aus? Im besten Fall sind die Titel deiner Seiten und die Texte darunter aussagekräftig und werden vollständig angezeigt. Werfe auf jeden Fall einen Blick auf den Abschnitt über Snippets, wenn hier Verbesserungsbedarf besteht.

So eine simple Suche gibt dir schon mal einen wichtigen Überblick über deinen SEO-Status, jedoch nur einen oberflächlichen. Wenn du wirklich wissen möchtest, wo du mit deiner Website stehst, dann kommst du um den Einsatz von Tools nicht herum. Eines der bekanntesten und effektivsten stellen wir dir jetzt vor.

 

Google Search Console

Ein mächtiges (und kostenloses!) Tool, das dir konkrete Zahlen liefert, wird dir von Google selbst zur Verfügung gestellt: die Google Search Console. Mit dieser kannst du überprüfen,

  • ob deine Website indexiert ist
  • was die Ursachen für Indexierungsprobleme sind
  • welche Seiten auf deine Website verlinken (dazu später mehr unter Backlinks)
  • wie hoch die Werte für wichtige SEO-Faktoren ausfallen, die wir im nächsten Kapitel besprechen (wichtige Keywords, Rankings etc.)

Um die Search Console nutzen zu können, benötigst du ein Google-Konto. Damit meldest du dich in der Google Search Console an und registrierst deine Website als „Property“. Gleich vorneweg: Das ist nicht mit einem Klick erledigt. Google muss nämlich verifizieren, dass wirklich du die Seite betreibst. Dies ist auf mehreren Wegen möglich, z.B. durch das Hochladen einer HTML-Datei in dein Root-Verzeichnis. Die genaue Vorgehensweise hängt von deinem Hoster ab. Die Search Console leitet dich in jedem Fall Schritt für Schritt durch den Prozess.

Ist deine Seite registriert, kannst du von deinem Dashboard aus alle wichtigen Metriken überwachen. Und das sind nicht wenige! Damit du bei den ganzen Funktionen den Durchblick behältst, gibt es von Google ein praktisches Tutorial für die Search Console.

 

Content optimieren: Wie gehe ich vor?

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Der Dreh-und-Angel-Punkt einer jeden Suchmaschinenoptimierung ist der Content einer Website – Texte, Bilder, Videos etc. Es stimmt zwar, dass SEO heute auch die technischen Aspekte einer Seite betrifft, doch selbst eine technisch perfekt umgesetzte Seite hat keine Chance auf ein gutes Ranking, wenn Content fehlt oder mangelhaft ist.

 

Keyword-Recherche

Der grundlegende Schritt jeder Content-Optimierung ist das Finden der richtigen Keywords. Bevor es an die Textarbeit geht, musst du schließlich wissen, wofür du überhaupt ranken möchtest.

Nehmen wir mal an, du besäßest eine Schreinerei, dann gäbe es zwei offensichtliche Hauptkeywords für deine Seite: „schreiner” und „schreinerei”. Das sind zwar legitime Keywords, doch es sind jene Keywords, für die jede Schreinerei der DACH-Region ranken möchte. Die Konkurrenz ist also enorm. Du solltest daher auch spezifische und längere Keywords suchen – sogenannte Longtail-Keywords. Diese könnten so aussehen:

  • “schreinerei köln”
  • “hängeschrank kaufen”
  • “wie viel kostet ein schrank beim schreiner”
  • “schrank schreiner oder möbelhaus”

Neben dem klassischen Brainstorming empfehlen wir dir zwei Wege, um an brauchbare Keywords zu gelangen. Zum einen gibt es die Autovervollständigung von Google. Gibst du dein Hauptkeyword in die Suchleiste ein, teilt Google dir durch Vorschläge die relevantesten Longtails mit. Zum anderen gibt es diverse Online-Tools, die dir hunderte, tausende Vorschläge auf einmal liefern können. Wir benutzen hierfür vor allem SISTRIX und den Keyword-Planner von Google. Auch answerthepublic hat uns schon häufig treue Dienste geleistet, wenn es konkret um Longtails in Form von W-Fragen geht.

Wie gut sich ein (Longtail-)Keyword für deine Seite eignet, erkennst du am besten daran, welche Suchintention dahintersteckt. Man unterscheidet nämlich zwischen

  • informationalen Suchanfragen (Nutzende möchten sich zu einem bestimmten Thema informieren),
  • navigationalen Suchanfragen (Nutzende möchten auf eine bestimmte Website gelangen) und
  • transaktionalen Suchanfragen (Nutzende streben eine Transaktion an, möchten also bspw. ein Produkt/eine Dienstleistung kaufen).

Für deine Angebotsseite würde sich bspw. die transaktionale Suchanfrage „hängeschrank kaufen“ eignen und für einen Blogartikel die informationale Anfrage „wie viel kostet ein schrank beim schreiner“. Navigational hingegen wäre eine direkte Suche nach dem Namen deiner Schreinerei.

Ebenfalls wichtig (und bei den oben genannten Tools einsehbar) sind Metriken wie das monatliche Suchvolumen oder die Konkurrenz von Keywords. Für eine Handvoll monatlicher Anfragen mag es sich nicht lohnen, die Seite zu optimieren. Ebenso sollte es wohl überlegt sein, ob man für ein Keyword ranken möchte, das eine extrem hohe Konkurrenz mit sich bringt. Grundsätzlich gilt: Je höher das Suchvolumen und je niedriger die Konkurrenz, desto besser.

Jetzt hast du einen ersten Überblick, woraus eine Keywordrecherche besteht. Doch das ist längst nicht alles, was es zu dem Thema zu wissen gibt. Unser SEO-Beauftragter sagt: „Eine Keywordrecherche kann in zwei Stunden erledigt sein – man könnte aber auch eine ganze Woche darauf verwenden.“ Das heißt, dass auch in eine Keyword-Suche viel Zeit investiert werden kann. Wenn du dich für die Feinheiten interessierst, können wir dir an dieser Stelle den ausführlichen Keyword-Recherche-Guide von HubSpot empfehlen.

 

Keywords richtig einsetzen

Wenn du durch deine Recherche die Keywords ermittelt hast, für die du ranken möchtest, musst du nun den entsprechenden Content erstellen/anpassen. Das heißt konkret: Dein Content muss diese Keywords beinhalten. Dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  1. Keyword in Überschriften: Das Keyword sollte bereits in der Überschrift (also der H1) vorkommen. So wissen Lesende und Crawler sofort, worum es auf einer Seite/in einem Text geht.
  2. Keyword-Dichte: Das Keyword sollte mehrmals im Text vorkommen, aber nicht zu oft!
  3. Keine Varianten: Falschschreibweisen und leicht abweichende Longtail-Keywords musst du nicht extra in deinen Content einbauen. Google versteht den Kontext und rankt deine Seite automatisch auch für diese.

Bei der Keyword-Dichte kommt häufig die Frage auf: Wie oft soll ich das Keyword verwenden? Unsere goldene Regel lautet:

Keywords sollten so oft verwendet werden, dass auch ein Querleser erkennt, worum es in dem Text geht, aber nicht so häufig, dass es die Lesbarkeit negativ beeinflusst.

Du solltest also einerseits keinen Text über Katzenfutter schreiben, dieses aber nur im Titel nennen – andererseits solltest du auch keinen Text schreiben, der so aussieht:

Welches Katzenfutter ist das richtige für meine Katze? Trockenfutter oder Nassfutter? Ist billiges Katzenfutter automatisch schlechter als teures Katzenfutter? Der Frage nach dem besten Katzenfutter muss sich jeder Katzenhalter stellen. Wir erklären dir genau, welches Katzenfutter für welche Katzen geeignet ist und vergleichen die großen Katzenfutter-Marken. So findest du das perfekte Katzenfutter für deine Katze ganz bestimmt.

Aber auch wenn du suchmaschinen-optimierte Texte verfasst, schreibst du immer noch für Menschen. Lesbarkeit steht vor hoher Keyworddichte! Denn ein gut geschriebener Text verbessert die UX von Lesenden, was wiederum zu guten Nutzungssignalen für Google führt – lange Verweildauer, hohe Klickrate etc. übertrumpfen letztendlich jede Form von Keyworddichte.

 

H1 bis H6: Überschriften für SEO strukturieren

Besonders im Internet sind Lesende keine Fans von Bleiwüsten oder Wall-of-Texts. Ewig lange Texte, die ohne Absätze vor sich hin laufen und keine Verschnaufpausen gönnen, schrecken ab. Darum ist bei der Contenterstellung die Best Practice: Teile deine Seiten/Posts in Kapitel/Abschnitte ein und gebe ihnen treffende Überschriften. So können Lesende sich ein besseres Bild vom Aufbau einer Seite/eines Textes machen und irrelevante Abschnitte skippen.

Während es Lesenden völlig genügt, für Überschriften einfach größere Schrift zu nehmen, kann der Crawler damit nicht viel anfangen. Für ihn ist Text einfach Text – egal, wie groß dieser ist oder ob er am Anfang oder am Ende einer Seite steht.

Damit der Crawler Überschriften erkennt, musst du deine Überschriften durch die HTML-Tags <h1> bis <h6> richtig strukturieren. Beachte dafür folgendes:

  1. Es gibt pro Seite nur eine h1! Diese gibt quasi das Thema der gesamten Webpage bzw. des Artikels an. Am besten beinhaltet sie auch das Keyword, für das die Seite ranken soll.
  2. Die Überschriften sind hierarchisch geordnet. Ganz oben steht die h1, danach ordnet sich bis h6 jede Größe den vorherigen unter. Das heißt konkret, dass du immer auf die nächsttiefere Ebene zugreifen solltest, wenn du ein Kapitel in weitere Abschnitte unterteilen möchtest.
  3. Mische die Größen nicht willkürlich! Die Hierarchie sollte eingehalten werden. Auf eine h2 kannst du eine h3 folgen lassen, jedoch keine h4. Ansonsten kommen die Struktur und somit auch der Crawler durcheinander.

 

So findet Google deine Bilder

Wenn du deinen Seitenbesuchern und -besucherinnen die optimale UX bescheren möchtest, kannst du ihnen nicht nur Text vorsetzen. Bilder sind aus einer SEO-optimierten Seite nicht wegzudenken! Nutze also Graphiken, um deine Informationen zu verdeutlichen und Textwüsten mit “Schmuckwerk” aufzulockern. Damit der Crawler deren Relevanz erkennen kann, musst du jedoch etwas nachhelfen. Zwar hat die Bilderkennung in den letzten Jahren einige Fortschritte gemacht, doch der Crawler ist trotzdem nicht der beste darin, diese zu deuten. Hilf ihm also mit aussagekräftigen Metadaten auf die Sprünge!

Der Dateiname ist aus SEO-Sicht das wichtigste. Am besten enthält dieser das Keyword, für das gerankt werden soll und beschreibt knapp, was auf dem Bild zu sehen ist. Dabei sollte der Dateiname…

  • nur aus Kleinbuchstaben bestehen.
  • keine Sonderzeichen oder Umlaute beinhalten.
  • zur Trennung von Worten Bindestriche (keine Unterstriche!) enthalten.

Das Bild einer violetten Dose Katzenfutter sollte also nicht ffrskp_fullframe.jpg heißen, sondern ganz einfach: dose-katzenfutter-violett.jpg. Damit wissen Crawler und Lesende etwas anzufangen.

Das Title-Attribut ist der Text, der Nutzenden angezeigt wird, wenn sie den Cursor auf das Bild bewegen. Die Richtlinien für den Title sind nicht so streng wie beim Dateinamen und haben hauptsächlich die Steigerung der Usability als Ziel. Dennoch ist es auch hier sinnvoll, nach Möglichkeit Keywords unterzubringen, da der Crawler das Attribut ausliest.

Das Alt-Attribut ist nicht allein für die Suchmaschinenoptimierung da, sondern erläutert eingeschränkt Nutzenden den Bildinhalt – es macht die Website also barrierefrei. Page Reader lesen das Attribut aus, weshalb es möglichst präzise den Bildinhalt beschreiben sollte. Wie auch beim Title oder dem Dateinamen ist die Verwendung von Keywords für das Ranking von Vorteil.

Darüber hinaus solltest du unbedingt auf das Format und die Dateigröße deiner Bilder achten. Hochauflösende Bilder im Originalformat können schon mal mehrere Megabytes groß sein. Die Konsequenz: Langsamer Pagespeed – ein sehr schlechtes Signal für den Google-Crawler! Skaliere deine Bilddateien also immer runter (1500 px in der Breite genügen meist) und komprimiere sie z. B. mit dem Online-Tool tinyjpg. Im besten Fall sind deine Bilder unter 100 Kilobytes groß, ansonsten nicht größer als 300 Kilobytes.

 

Snippets optimieren: Title und Description anpassen

Die Darstellung deiner Seite auf der SERP in Form des Suchergebnisses wird als Snippet bezeichnet. Dieses besteht aus dem Meta-Title, der URL und der Meta-Description. Zwar stellt das Snippet selbst keinen Ranking-Faktor dar, es beeinflusst jedoch einen: die Klickrate. Es funktioniert wie ein Aushängeschild deiner Seite. Ist es für Suchende ansprechend, erhöht das die Chance auf den Klick bzw. Seitenbesuch. Möchtest du eine SEO-optimierte Seite haben, heißt dies also: Optimiere deine Snippets! Doch wie genau funktioniert das?

Beeinflussen kannst du Snippets, indem du den html-Code deiner Seiten mit <meta title> und <meta description> Tags versiehst. Darin legst du fest, wie du das Snippet am liebsten dargestellt hättest. Der Konjunktiv hättest ist hier bewusst gewählt. Du hast nämlich keine 100%ige Kontrolle darüber, welchen Content deiner Seite der Crawler als Description auswählt. Das können deine Meta-Tags sein, es kann aber auch ein beliebiger Abschnitt aus deinem Content sein. Google sucht sich den Part der Seite aus, der augenscheinlich am relevantesten für Nutzende ist.

Viel interessanter ist aber: Wie sieht denn nun ein optimales Snippet aus? Auf inhaltlicher Ebene sollten Meta-Title und Description

  • das Hauptkeyword enthalten,
  • neugierig machen,
  • die Suchintention bedienen,
  • dabei das Thema auf den Punkt bringen und
  • dem Nutzer ein Versprechen machen.

Stelle dir das Snippet einfach wie einen Klappentext oder einen Trailer vor – schnapp dir die Aufmerksamkeit der Leute, ziehe sie in deinen Bann und verleite sie zum Klicken.

Dabei ist zu beachten, dass Title und Description eine gewisse Länge nicht überschreiten dürfen. Tun sie es doch, schneidet Google den Text mittendrin ab und ersetzt ihn durch drei Punkte. Das sieht unschön aus und wichtige Informationen können verloren gehen. Wie lang der Content genau sein darf, ändert sich mit der Zeit und von Fall zu Fall. Folgende willkürlich gewählten Suchergebnisse für die Keywordkombination “tischlerei köln” illustrieren dies deutlich:

Die Description des ersten Ergebnisses ist mit 157 Zeichen die längste, wird im Gegensatz zu den anderen beiden jedoch komplett ausgegeben. Die Zeichenzahl (die einige Online-Tools zur Einschätzung heranziehen) gibt also keine klare Auskunft darüber, ob ein Snippet so dargestellt wird wie geplant. Tools wie der Serp Snippet Generator von Sistrix zählen darum die Pixel. Letzten Endes wirst du jedoch erst auf der SERP sehen, wie dein Snippet dargestellt wird.

 

Für WordPress-Websites: Das SEO-Plugin Yoast

Benutzt du das CMS WordPress, gibt es ein Tool, das die Bearbeitung von Snippets sehr bequem macht: das Plug-In Yoast SEO. Dieses kommt mit einem Snippet-Editor einher, der die html-Tags für dich setzt. Somit musst du nicht in den Code, sondern kannst ganz bequem im Backend des CMS bleiben.

Yoast kommt mit Texteditoren für Title, Description und den Permalink einher und zeigt dir in Echtzeit, wie das Snippet in der Desktop- oder der Mobile-Ansicht aussehen wird. Auch zur Länge des Snippets erhältst du sofort Feedback, das zwar nicht 100-%-ig genau ist, doch ein guter erster Richtwert.

 

SEO-Content

Bisher ging es vor allem darum, wie du bestehenden Content auf deiner Website optimieren kannst. Produktbeschreibungen, Unternehmensprofile, Startseitentexte etc. sind auf jeder Website zu finden und beeinflussen das Ranking. Es gibt jedoch auch Content, der extra für die Suchmaschinenoptimierung der Website erstellt wird. Dieser bietet zum Beispiel die perfekte Antwort auf eine Longtail-Suchanfrage. Die zwei gängigsten Formen sind Landingpages und Blog Posts.

 

Landingpages: Überzeuge deine Zielgruppe

Landingpages sind Unterseiten einer Website, die Besucherschaft zu einer klar definierten Handlung bewegen soll: einem Kauf, einer Kontaktaufnahme oder einem Abonnement. Sie sind dabei für bestimmte Keywordcluster optimiert und sollen Suchenden die Antwort auf ihre Frage direkt in Form der Conversion liefern. Als Conversion bezeichnet man die “Konvertierung” von Besuchenden in zahlende Kundschaft, neue Abos o. ä.

Konkretes Beispiel: Wenn jemand nach “wordpress agentur köln” sucht, dann sucht diese Person offensichtlich eine Agentur, die ihr bei einem WP-Projekt hilft und in der Nähe ist. Die Suchintention ist transaktional, weil es eine direkte Suche nach einem Dienstleister ist. Unsere Landingpage zum Thema WordPress-Agentur zielt darauf ab, Besuchende von unseren Leistungen zu überzeugen und sie so zu einem Beratungsgespräch zu animieren, indem sie Kontakt aufnehmen. Die angestrebte Conversion ist also deckungsgleich mit der Suchintention.

Je nach Zielsetzung sehen Landingpages unterschiedlich aus, doch diese Elemente solltest du in jedem Fall verwenden:

  1. Einen knackigen Title, der den Nutzen der angestrebten Conversion verspricht.
  2. Überzeugenden Content, der dieses Versprechen untermauert.
  3. Mindestens einen CTA-Button, der Besuchende zur Interaktion auffordert.

In unserem Landingpage-Guide gehen wir detaillierter auf diese Punkte ein und geben dir 8 weitere Tipps, damit deine Landingpage überzeugt.

 

Hilf deiner Leserschaft mit Blogartikeln

Die zweite Option, um keyword-spezifischen Content unterzubringen, sind Blogartikel. Sie sind für informationale Suchanfragen keyword-optimiert. Informationen, die du mithilfe deiner Blogartikel liefern kannst. Das gute daran? Du hilfst nicht nur den Suchenden, du kannst den Artikel auch darauf auslegen hoch zu ranken, um Suchmaschinennutzende auf deine Seite zu ziehen.

Als Fans von Transparenz scheuen wir nicht zuzugeben, dass dieser Artikel im Grunde nichts anderes ist: Ein Leitfaden, der dir eine geballte Ladung an Informationen zu SEO liefert, der dich aber auch gleichzeitig auf unsere Website geführt hat. Mit Blog-Artikeln kann eine Vielzahl unterschiedlicher Themen ausführlich behandelt und eine große Bandbreite an Keywords abgedeckt werden.

Dabei lässt dir der Artikel weitaus mehr Spielraum beim Schreiben als Landingpages. Denn das Websitelayout schränkt dich dort meist stark ein.

Zur Contenterstellung haben wir bereits einiges gesagt, trotzdem gibt es ein paar Punkte, die du bei Blogartikeln speziell beachten solltest.

  1. Artikellänge: Damit dein Artikel als relevant eingestuft werden kann, sollte er mind. 200 Wörter umfassen.
  2. Konkurrenz: Schaue dir genau an, was deine Konkurrenz geschrieben hat. Was kannst du besser machen als die Top-Rankings? Ausführlicher und mehr schreiben? Strukturierter? Denke immer daran, dass du dich qualitativ und quantitativ mit den besten Ergebnissen messen musst, um auf die erste SERP zu gelangen.
  3. Titel und Snippet: Diese sind bei Artikeln besonders wichtig. Mach deine Leserschaft mit dem Titel neugierig und gib ihr im Teaser genau so viel Informationen, dass sie gar nicht anders kann als zu klicken.
  4. Der verflixte erste Satz: Gestalte den Anfang deines Artikels packend, damit Lesende nicht direkt abspringen. Wie du das hinbekommst? Mit rhetorischen Fragen, Storytelling, überraschenden Infos oder großen Versprechen (die du im Artikel bitte auch einhältst). Keine Bange, das muss nicht unbedingt alles im ersten Satz geschehen. Ein paar Zeilen mehr hast du schon.
  5. Verlinkungen: Auf kaum einer Seite bleibt dir so viel organischer Raum für Links wie auf einer Blogseite. Unterfüttere deine Argumente mit Quellen und verlinke innerhalb des Artikels auf bestimmte Passagen oder auf andere Artikel deines Blogs. Gerade zwischen deinen Blogartikeln kannst du so eine tolle Link-Infrastruktur bauen, die dem Crawler beim Verständnis deiner Inhalte weiterhilft (dazu später mehr unter Interne Verlinkung und Backlinks).

 

E-A-T

Leicht zu merken, doch man kann sich zunächst wenig darunter vorstellen: der Rankingfaktor E-A-T. Im Vergleich zu vielen anderen Best-Practices ist E-A-T recht schwierig zu fassen. Es gibt keinen E-A-T-Score oder dergleichen, den man einfach ablesen könnte. Und auch die SEO-Maßnahmen zur Verbesserung des Faktors funktionieren eher indirekt. Dennoch ist es wichtig zu wissen, was dahinter steckt.

Das Akronym umfasst die folgenden drei Aspekte:

  • Expertise: Ist der Autor des Contents eine Experte auf dem Wissensgebiet?
  • Authoritativeness: Besitzt die Website bei anderen Experten auf dem Gebiet eine gute Reputation?
  • Trustworthiness: Sind die Informationen auf der Seite faktisch korrekt und somit vertrauenswürdig?

Der Gedanke dahinter: Nutzende sollen auf ihre Fragen korrekte Antworten erhalten. Und dies ist am wahrscheinlichsten, wenn die Antworten von angesehenen Experten stammen. Bei YMYL-Themen (Your Money Your Life), die monetäre oder gesundheitliche Fragen betreffen, ist E-A-T besonders wichtig, bei Alltagsthemen eher weniger. Es heißt auch nicht, dass du niemals für ein Gesundheitsthema ranken kannst, nur weil du nicht Medizin studiert hast. Wenn du viel hochqualitativen Content produzierst und auf anderen Seiten verlinkt wirst, steigt auch dein Grad an Expertise. Wenn du allerdings auf deinem Blog vornehmlich vegane Kochrezepte veröffentlichst und eines Tages mit einem Artikel über Vermögensinvestition ranken möchtest, wird Google dich in Sachen Expertise und Authoritativeness abstrafen. Selbst dann, wenn deine Informationen fachlich wasserdicht sind.

 

Vermeide Thin Content

Google ist – wie bereits gesagt – darauf aus, Suchenden den Content mit dem höchsten Mehrwert zu liefern. Am anderen Ende der Fahnenstange straft der Crawler also Content ab, der kaum bis keinen Mehrwert bietet. Diese Art von Content wird als Thin Content bezeichnet und sollte konsequent vermieden werden. In folgenden Fällen solltest du deinen Content überarbeiten:

  • Thin Affiliate Websites: Als Affiliate Program bezeichnet man Partnerprogramme, in denen Shops ihre Produkte von Vertriebspartnern bewerben lassen. In den Descriptions von YouTube-Videos finden sich z. B oft Links zu Amazonprodukten – der Uploader ist in solchen Fällen der Vertriebspartner und wird prozentual an den Erlösen beteiligt. Die Shops stellen in solchen Programmen meist Texte zur Verfügung. Wenn eine Seite aus nichts anderem besteht als solchen Texten und Affiliate Links, dann wird sie von Google als Thin Content eingestuft.
  • Duplicate Content: Worum es sich hierbei handelt, erfährst du im nächsten Abschnitt. Die Klassifizierung als Thin Content ist dennoch interessant: Unabhängig vom Umfang betrachtet der Crawler Duplicate Content auch als thin, weil dieser gegenüber dem Original keinen Mehrwert bietet.
  • Automatisch erzeugte Inhalte: Texte, die von Software generiert wurden, bieten meist keinen großen Mehrwert. Häufig sind sie darauf ausgelegt, für bestimmte Keywords zu ranken und nutzen diese im Übermaß. Oder sie klauben sich Versatzstücke von verschiedenen Seiten zusammen. Um Duplicate Content zu vermeiden, synonymisieren sie auch ggf. Inhalte fremder Seiten, werden in der Regel jedoch schnell entlarvt.
  • Doorway Pages: Um zu wenig Content muss man sich hier keine Sorgen machen. Doorway Pages sind Seiten, die darauf ausgelegt sind, gut zu ranken, und daher typischerweise mit (Text-)Content überladen. Der Unterschied zu einem ausführlichen Blogpost oder einer Landingpage besteht darin, dass eine Doorway Page nicht das Anliegen von Nutzenden löst, sondern sie zu einer anderen Adresse weiterleiten soll. Auch hier gilt der Content als thin – nur gibt es eben eine Menge davon.

 

Mach deinen Content einzigartig

Google wertet Texte, die in gleicher Form auf mehreren Seiten vorkommen, als Duplicate Content. Solche Seiten werden mit niedrigen Rankings abgestraft, weil sie augenscheinlich nichts Neues/keinen Mehrwert bieten.

Was ethisch selbstverständlich ist, betrifft also auch die Suchmaschinenoptimierung: Kopiere niemals Inhalte von fremden Websites und gib sie als deine eigenen aus. Und auch auf den Unterseiten deiner eigenen Website sollten sich keine Texte wiederholen. Schreibe das knackige Unternehmensportrait auf deiner Startseite für “Über uns” also lieber um, anstatt es 1-zu-1 zu kopieren. Diese Maßnahme umzusetzen, sollte also keine großen Probleme bereiten. Schwieriger wird es, wenn Duplicate Content anders in Erscheinung tritt.

Es kann nämlich auch sein, dass aus technischen Gründen manche deiner Webseiten unter mehreren URLs erreichbar sind oder es sehr ähnliche Sprachversionen einer Seite gibt. In so einem Fall werden 301-Weiterleitungen und sogenannte Canonical-Tags verwendet. Da diese in den Bereich der technischen SEO fallen, würden sie in diesem Anfänger-Guide jedoch den Rahmen sprengen.

 

URL-Struktur einfach halten

Damit der Aufbau deiner Website schon in der URL erkennbar wird, solltest du hier von Anfang an ein übersichtliches System verfolgen: Jede Unterseite sollte mit maximal drei Klicks erreichbar sein, ein klares Ziel verfolgen und sinnvoll nach Themen geclustert sein. Das gängige URL-Schema solcher Websites sieht dann so aus:

https://www.websitename.de/unterseite1/unterseite2/

Nehmen wir die URL dieses Artikels als Beispiel. Die worst practice wäre hier etwas wie:

https://www.friendventure.de/17UP_draagZHFKJ.php

Weder der angezeigte Content noch dessen Platz in der Websitestruktur wird hier ersichtlich. Die better practice wäre eine deutliche Benennung der Komponenten sowie die Zuordnung zu einer Seite, in diesem Fall dem Blog:

https://www.friendventure.de/blog/der-ultimative-seo-leitfaden-definition-benefits-und-onpage-offpage-optimierung/

Diese Version ist zwar lesbar und verständlich, insgesamt aber viel zu lang. Darum ist es die best practice, den hinteren Teil der URL, die sogenannte Slug, zu kürzen. Somit lautet der Name der URL final:

htttps://www.friendventure.de/blog/seo-leitfaden/

Das hilft dem Crawler dabei, die Seitenstruktur nachzuvollziehen und ist auch für Menschen lesbar und verständlich.

 

Interne Verlinkung prüfen und optimieren

Je mehr Links auf eine Seite verweisen, desto besser ist diese erreichbar. Dabei müssen die Links nicht unbedingt von fremden Domains kommen. Auch interne Verlinkungen innerhalb deiner Websitestruktur helfen Nutzenden und dem Crawler bei der Navigation.

Eine Unterseite, die nur über einen Link erreichbar ist, davon geht der Crawler aus, kann nicht besonders wichtig oder relevant sein. Darum sollten deine Seiten untereinander verlinkt sein – so entsteht eine Art Informationsnetz aus Querverweisen, das Menschen und Crawler kaum mehr loslässt. Besuche für ein Beispiel einen beliebigen Wikipedia-Artikel. Diese sind voller Links zu anderen Artikeln, sodass teilweise unzählig viele Wege zu einem Artikel führen.

Bei der Benennung der Links ist folgendes zu beachten: Aus SEO-Sicht ist es am besten, wenn du a) deine Links in einen Fließtext einbaust und sie b) so benennst, dass ihr Inhalt deutlich wird, wobei sie c) das relevante Hauptkeyword enthalten sollten.

Nehmen wir an, wir würden an dieser Stelle auf unseren Relaunch-Guide verlinken wollen. Dann sollte dies auf gar keinen Fall einfach so aussehen:

https://www.friendventure.de/blog/wordpress/website-relaunch-checkliste/

Stattdessen sollte der Link selbst Bestandteil des Textes sein. Ein Fehler, der hierbei häufig gemacht wird, sieht so aus:

“Klicke hier, wenn du unseren Relaunch-Guide lesen möchtest.”

Auf diese Weise ist der Link zwar in den Text integriert, der Crawler bekommt jedoch keine Infos darüber, was sich dahinter verbirgt. “Klick hier” sagt schließlich nichts über den Inhalt des Links aus. Somit wäre die beste Variante:

“Alles, was du dazu wissen musst, findest du in unserem Relaunch-Guide.”

 

Offpage SEO Optimierung: Erste Schritte

Die Offpage Optimierung besteht grob gesagt aus einem einzigen Bereich, dem Linkbuilding. Im Grunde möchte Google damit eine Frage beantworten: Wie beliebt ist die Website? Diese Faktoren lassen sich nicht direkt auf der Seite anpassen, die SEO-optimiert werden soll. Dennoch kannst du über andere Wege Einfluss auf sie nehmen.

 

Warum Backlinks wichtig für deine Seite sind

Links, die von anderen Seiten im Internet auf deine Website leiten, werden als Backlinks bezeichnet. Solche Backlinks steigern nicht nur allgemein die Chance, dass neue Besuchende deine Website finden und somit den Traffic erhöhen. Sie werden von Google auch als positives Signal dafür gedeutet, dass deine Seite guten, relevanten Content beinhaltet. Denn warum sonst sollten andere Websites den Backlink bereitstellen?

Während du interne Links nach Lust und Laune selbst setzen kannst, musst du dich bei Backlinks mehr anstrengen. Die Jagd nach Backlinks wird auch als Linkbuilding bezeichnet und kann auf unterschiedlichste Arten und Weisen angegangen werden. Einige Beispiele:

  • Content Marketing: Erstelle ansprechenden SEO-Content und bewirb ihn über Social Media und andere Plattformen, damit fremde Websites auf deine Inhalte aufmerksam werden und von sich aus darauf verlinken. Du kannst auch versuchen, Gastartikel auf Blogs zu veröffentlichen, in denen du selbst Backlinks zu deiner Website platzierst.
  • PR: Eine effektive Unternehmenskommunikation steigert die Chance, dass du auf deinem Gebiet als Expert*in wahrgenommen wirst und man deine Seite extern verlinkt.
  • Akquise-Arbeit: Der Klassiker – frage bei anderen Websites nach, ob sie nicht an relevanten Stellen auf deine Website verlinken möchten.

Du merkst bereits: Beim Linkbuilding hast du über den Erfolg sehr viel weniger Kontrolle als bei Onpage-Maßnahmen. Dazu kommt noch, dass auch die Qualität der Backlinks eine entscheidende Rolle spielt. Und die Qualitätskriterien sind wie so vieles in der SEO-Welt extrem umfangreich. Zu den wichtigsten gehören:

  • Aktualität: Ist der Link aktuell und wird die verlinkende Seite aktualisiert? Ein Backlink auf einem Blog von 1998 bringt deinem Ranking bspw. nichts mehr.
  • Relevanz: Ist der Linkspender thematisch relevant und ist dein Link an passender Stelle eingebunden? Ein Backlink zu deinem Katzenfuttershop sollte entsprechend eher auf einem Online-Haustierratgeber eingebunden werden als auf dem Blog einer WP-Agentur. Außerdem sollten auch Backlinks am besten gleich das Hauptkeyword beinhalten.
  • Traffic: Wird die verlinkende Seite viel besucht oder verstaubt sie seit Jahren in den Tiefen des World Wide Webs? Je höher der Traffic des Linkspenders, desto positiver wertet Google den Backlink.

 

Black-Hat-SEO – 6 Dinge, die du lassen solltest

Du kennst nun eine ordentliche Menge an Maßnahmen, mit denen du das Ranking deiner Website optimieren kannst. Keywords einbauen, Backlinks, interne Links… wir möchten dir hier nichts unterstellen, aber vielleicht sind dir dabei Gedanken gekommen, wie du die Maßnahmen, nun ja, “clever nutzen” könntest. Link-Farmen, unsichtbare Keywords, dubiose SEO-Angebote – immer wieder versuchen Website-Betreibende, den Algorithmus mit einem tiefen Griff in die Trickkiste in die Irre zu führen. Wir zählen dir die größten Blackhat-Methoden auf und warum du auf sie verzichten solltest.

 

Keywords verstecken

Der Klassiker unter den Black-Hat-Tricks: Man schreibt einen kompletten Absatz nur mit dem Keyword aus und färbt ihn dann z. B. weiß ein. User bemerken den Text nicht und werden beim Lesen nicht von zu vielen Keywords gestört, der Crawler hingegen wertet die hohe Keyword-Dichte positiv. Win-Win, oder nicht? Zu Beginn der SEO vielleicht, aber heute erkennt der Algorithmus solche Spielereien sofort und straft sie ab.

 

Cloaking

Den versteckten Keywords vom Prinzip her recht ähnlich funktioniert das Cloaking – allerdings im ganz großen Stil. Der Content, der von Crawler indexiert wird, unterscheidet sich hier vollständig von dem Content, der Seitenbesuchenden angezeigt wird. Abhängig von der IP-Adresse des Zugriffs oder der Anwendung, über die der Zugriff erfolgt, wird anderer Content ausgegeben.

Auf diese Weise könnte menschlichen Nutzenden bspw. ein einfaches Video gezeigt werden, während Crawler einen keyword-optimierten Text zu lesen bekommen. Das IP-Cloaking lässt sich zwar im Vergleich zum sog. User Agent Cloaking noch recht schwer erkennen – Suchmaschinenanbieter optimieren ihre Verfahren jedoch stetig. Und wenn das Cloaking über kurz oder lang entdeckt wird, sind die Konsequenzen für die Indexierung erheblich.

 

Link-Farms

Der Gedanke hinter sogenannten Link-Farms ist einfach: Du möchtest Backlinks auf fremden Webseiten haben? Dann erstelle diese Webseiten doch einfach selbst! Link-Farms sind Seiten, die nur dafür da sind, auf andere “richtige” Webseiten zu verlinken und so deren Ranking zu steigern. So etwas fliegt mittlerweile allerdings nicht nur schnell auf, es erfüllt auch einen wichtigen Faktor von Backlinks nicht: Die Link-Farms selbst sind qualitativ mangelhaft. Klares Fazit: Finger weg!

 

Link Spam

Gleiches Ziel wie Link-Farms, aber andere Methode: Anstatt selbst eine Website für die Links zu basteln, werden einfach fremde Websites mit Links zugespammt. Wie das funktioniert? In der Regel per Bot über die Kommentarfunktion. Sicherlich bist du schon mal über solche Kommentare unter Videos oder Artikeln gestoßen:

“Schnell, einfach und sicher richtiges Geld verdienen. Mehr als 6000 € im Monat!!! HIER KLICKEN: bit.ly/sidfhwdiufh/asijdf.php”

Solche Kommentare sollen nicht nur naive Internetnutzer in irgendwelche Fallen locken, sie sollen auch dem Crawler suggerieren, dass die verlinkte Seite beliebter ist als sie es eigentlich ist. So etwas ist nicht nur schnell durchschaubar, es bereitet auch anderen Websites Probleme und gehört somit zurecht zu den absoluten SEO-Tabus.

 

Inhalte klauen

Im Abschnitt Duplicate Content haben wir es bereits angesprochen, doch es kann gar nicht oft genug gesagt werden: Klaue keinen Content von anderen Webseiten! Das ist nicht nur ethisch verwerflich, es bringt auch einfach nichts. Denn der Google Crawler erkennt Duplicate Content und straft die Seite ab, die die Inhalte übernommen hat.

 

Dubiose SEO-Agenturen

Wenn du die SEO-Maßnahmen deiner Website in die Hände einer Agentur legst, solltest du darauf achten, dass diese seriös ist. Woran du das vor allem erkennst? An realistischen Versprechen.

Agenturen, die dir nach einmaliger Zahlung ein Top-Ranking zusichern tun für gewöhnlich eins von beidem:

  • Entweder lösen Sie dieses Versprechen einfach nicht ein…
  • … oder sie katapultieren dich wirklich auf die erste SERP, nutzen dafür aber eine Black-Hat-Methode. Dann kannst du kurzzeitig Höhenluft schnuppern, stürzt aber umso tiefer, sobald der Schwindel auffliegt.

Nachhaltiges SEO ist keine einmalige, schnell erledigte Angelegenheit und gerade SEO-Agenturen sollten das wissen. Große Versprechen für kleines Geld sind also immer ein Warnzeichen – von solchen Agenturen solltest du dich besser fernhalten.

 

SEO Reporting: Wirken deine Maßnahmen?

Damit du weißt, ob deine Maßnahmen auch wirklich funktionieren, ist ein Monitoring, also das Überwachen deiner Kennzahlen unerlässlich. Allerdings solltest du nie alle festgelegten Kennzahlen reporten, denn das wäre zu unübersichtlich und nicht zielführend. Stattdessen erstellst du für verschiedene Stakeholder Reportings der wichtigsten KPIs. Daraus lassen sich dann konkrete Handlungsempfehlungen ableiten.

Das Ziel eines Reportings ist es, den Status Quo zum jeweiligen Zeitpunkt zu erfassen, deine Performance über den Zeitverlauf aufzuschlüsseln, Probleme aufzudecken, (neue) Wettbewerber zu analysieren und die Erfolgskontrolle von Maßnahmen, die im letzten Reporting beschlossen wurden, zu bewerten. Daraus lassen sich dann neue Handlungsanweisungen definieren, die für den nächsten Zeitraum umgesetzt werden müssen. Du siehst, ein Reporting ist keine einmalige Sache, sondern ein langfristiger, kritischer Schritt, um das Beste aus deiner Suchmaschinenoptimierung herauszuholen.

 

Wie messe ich meinen Erfolg?

Keine Sorge, dabei helfen dir unterschiedliche (kostenfreie) Tools. Achte jedoch darauf, deine Kennzahlen über einen längeren Zeitraum über dieselben Tools regelmäßig zu reporten. Nur dann kannst du deine KPIs sinnvoll vergleichen und interpretieren. Ein Tool haben wir dir bereits vorgestellt: die Google Search Console. Weiterhin bietet dir Google Analytics einige Performance basierende KPIs.

Tool Tip: Dynamische Reportings, die sich interaktiv anpassen lassen, kannst du mit dem Google Data Studio erstellen. Ein super Tool, um Zahlen aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Dazu kannst du verschiedene Ansichten erstellen, die dann je nach Zielgruppe ausgeliefert werden können. Willst du tiefer in die On- und Off-Page Optimierung reingehen, kommst du allerdings nicht an kostenpflichtigen Tools vorbei. Hier ist die Palette an Angeboten und Kostenplänen sehr groß, weswegen wir dir keine konkrete Lösung nennen können – die Toolauswahl ist abhängig von deinen Zielen, deinem Budget und deinen Präferenzen.

 

SEO KPIs: Welche Kennzahlen muss ich reporten?

Die klassische Antwort: Es kommt drauf an. Je nach Geschäftsmodell sind für dich verschiedene KPIs relevant. Mach dir daher schon bei der Ausarbeitung deiner SEO Strategie Gedanken, welche KPIs dir wichtig sind und wie du diese am Besten erfasst. Denn ohne Messung, auch kein Reporting. Natürlich lassen wir dich nicht im Regen stehen und geben dir eine kleine Übersicht einiger sinnvoller Kennzahlen.

  • Anzahl und Verteilung deiner organischen Keywords, aufgeschlüsselt nach Top 3, Top 10, Top 20 und Top 100 und deren Vergleich zum vorherigen Zeitraum
  • Durchschnittliche Rankingposition pro Keyword
  • Impressionen, Klicks und Click-Through-Rate, idealerweise runtergebrochen auf die für dich wichtigsten Landingpages
  • Conversion Rate: Wer hat dein Whitepaper heruntergeladen, sich für ein Webinar registriert oder dir eine Kontaktanfrage gesendet?
  • Bounce Rate (Absprungrate) und Verweildauer auf deiner Seite
  • Ladezeiten deiner Seite und Crawling Performance/Fehlermeldungen in der Google Search Console
  • Anzahl der hochwertigen Backlinks und die Veränderung zum vorherigen Zeitraum

Natürlich kannst du noch einer ganze Menge mehr Kennzahlen monitoren und später auch reporten. Dazu machen wir vielleicht bald einen eigenen Artikel. Doch diese kleine Übersicht zeigt dir schon einmal, ob du auf dem richtigen Weg bist.

Auch spannend: Baue dir in Analytics ein Segment für den gefilterten, organischen Traffic. Damit kannst du deine SEO Performance bspw. mit Nutzenden vergleichen, die über bezahlte SEA Anzeigen auf deine Seite kommen. Du wirst feststellen, dass diejenigen, die über den organischen Traffic zu dir kommen, in aller Regel deutlich länger auf deiner Seite verweilen. Zumindest, wenn du deine Website und Strategie genau an deren Intention und Bedürfnisse angepasst hast.

 

Lohnt sich ein SEO-Relaunch?

Die wichtigsten und gängigsten SEO-Maßnahmen haben wir nun für dich zusammengefasst. Wenn deine Seite nicht das gewünschte Ranking erreicht, kannst du dir damit theoretisch selbst Abhilfe verschaffen. Deine Seite lädt langsam, weil deine Bilder allesamt mehrere Megabytes groß sind? Dann komprimierst und skalierst du einfach die Dateien. Deine Blogposts sind umständlich formuliert und schlecht strukturiert? Dann überarbeitest du deine Texte. Und wenn dir bisher nennenswerte Backlinks fehlen? Dann startest du eben eine Akquise-Offensive!

Andere Probleme lassen sich jedoch nicht so mir nichts, dir nichts bereinigen. Wenn deine Website technisch veraltet, nicht responsiv ist oder sich viele Probleme häufen, kann die sinnvollste Maßnahme ein kompletter Neustart sein: der Website-Relaunch. Hierbei wird deine Website neu aufgesetzt und Design, Struktur und Content können von Grund auf SEO-optimiert werden.

Du fragst dich jetzt vielleicht: Wie kann ein kompletter Reset meiner Website sinnvoller sein als die schrittweise Optimierung meiner alten Website? Bedeutet ein Relaunch nicht unverhältnismäßig großen Mehraufwand? Das ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Wenn zu große Bilddateien oder schlecht geschriebener Content die einzigen Mängel sind, genügen natürlich die entsprechenden Maßnahmen. Wenn deine Website aber z. B. extrem veraltet oder schlecht programmiert ist, solltest du einen Relaunch in Betracht ziehen. Ansonsten gestalten sich die Ausbesserungen schnell wie Renovierungsarbeiten an einem einsturzgefährdeten Haus. Anstatt von einer Baustelle zur nächsten zu rennen und marode Strukturen mühsam komplett auszutauschen, reißt du es besser ein und baust auf dem Grundstück ein neues.

In unserem Relaunch-Guide haben wir alles zusammengefasst, was du über so einen Website-Neustart wissen musst. Solltest du darüber hinaus Fragen haben oder Hilfe bei deinem Relaunch benötigen, stehen wir dir gerne zu Seite. Nutze dafür einfach das Kontaktformular für eine unverbindliche Anfrage.

 

Fazit

Herzlichen Glückwunsch! Wenn du es bis hierhin geschafft hast, bist du im Thema SEO-Grundlagen auf dem neuesten Stand. Die wesentliche Techniken und Werkzeuge der Suchmaschinenoptimierung sind jetzt Teil deines Repertoires. Du weißt, was SEO ist und was es von SEA und SEM unterscheidet. Du beherrschst inhaltliche On- und Offpage-Maßnahmen, um das Ranking deiner Website zu steigern. Zudem kennst du jetzt Tools und Wege, um deinen Erfolg zu messen und kannst der Verlockung von Black-Hat-SEO widerstehen. Somit steht dem Beginn deiner SEO-Reise nichts mehr im Weg. Es sei denn, du musstest feststellen, dass ein SEO-Relaunch für dich die einzige sinnvolle Option darstellt – in dem Fall helfen wir dir gerne aus.

Über den Autor

Leo liebt das Arbeiten mit Texten – ob als Autor von Artikeln und Websites oder als Lektor. Am liebsten befasst er sich mit den Themen Social Entrepreneurship, New Work und Internethistorie. Außerhalb des Büros tobt er sich gerne mal literarisch aus. Bei Fragen und Anregungen zum Blog kontaktiert ihn gerne per E-Mail: leo@friendventure.de

Leo Lemke

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