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Mobile First Indexierung: Warum du spätestens jetzt ein mobil-optimiertes Webdesign brauchst!

04.08.2021·von Marie Berg zum Thema Webdesign

Wer in der heutigen Zeit ganz vorne mitspielen will, der muss die aktuellen Trends im Blick behalten – das gilt auch für den Onlineauftritt eines jeden Unternehmens. Begriffe wie mobile Optimierung, responsive Webdesign und Mobile First Indexierung laufen einem da immer wieder über den Weg. Und dazu kommt, dass sich sowohl Google als auch verschiedene Technologien mithilfe von Updates immer weiterentwickeln. Genau dann ist die Expertise der Website-Inhaber*innen gefragt, die auf diese Updates für die eigene Strategie sinnvoll und vorausschauend reagieren müssen. 

Damit du den Grundstein für eine moderne und effiziente Website legen kannst, bekommst du jetzt einen Einblick in die Welt der mobilen Optimierung!

Mobile Optimierung

Die mobile Optimierung deiner Website ist wichtiger denn je. Das zeigt ein nüchterner Blick auf die Zahlen: Im Jahr 2020 lag die Anzahl der Smartphone-Nutzenden in ganz Deutschland bei 53 Millionen. In einigen Ländern werden Suchanfragen sogar öfter mobil gestellt als auf dem Desktop – dazu zählt auch Deutschland. Nutzer*innen sind und bleiben mobiler denn je.

Deshalb ist die mobile Optimierung deiner Website einer der wichtigsten Aspekte des Onlineauftritts deines Unternehmens. Nur so stellst du sicher, dass deine Zielgruppe auch mobil auf deine Website gelangt, eine reibungslose User Experience erlebt und die Aktionen (Conversion) durchführt, die du dir für dein Unternehmen wünschst. 

Warum sollte ich meine Website mobil-optimieren?

Abseits des Blicks auf die Anzahl mobiler Nutzer*innen gibt es weitere Faktoren, die eine mobil-optimierte Website besonders sinnvoll für moderne Unternehmen macht. Dazu zählen Anforderungen von Google als größte Suchmaschine, der Nutzenden selbst und der technischen Umsetzung.

Wichtige Faktoren, warum jedes Unternehmen eine mobil-optimierte Website braucht:  

  • Suchmaschinenranking: Google belohnt Websites, die mobil-optimiert sind und schiebt sie im Ranking nach oben. Daher ist sicher davon auszugehen, dass eine Website, die nicht mobil-optimiert ist, im Suchmaschinenranking schlechter abschneidet als die optimierte Konkurrenz.
  • Conversion: Die Conversion ist Teil der Erfolgsmessung deines Unternehmens und damit ein wichtiger Indikator, wie erfolgreich Website-Besuchende vom ersten Berührungspunkt mit deinem Unternehmen bis hin zu einer gewünschten Aktion sind (Customer Journey). Fest steht: Eine mobil-optimierte Website unterstützt, dass Nutzende genau diese gewünschten Aktionen durchführen, wie das Abonnieren eines Newsletters, den Download eines Whitepapers oder den Kauf im Onlineshop
  • User Experience: Für Suchende ist es oftmals schwierig, eine Website mobil zu bedienen, die nicht darauf ausgelegt ist. Jeder kennt es: Man will schnell auf Google etwas nachschlagen und gelangt dann auf eine Website, bei der man erstmal mit ranzoomen und verschieben beschäftigt ist, um an die eigentliche Information zu gelangen. Das frustriert Nutzer*innen und führt dazu, dass sie von der Website abspringen und wahrscheinlich nicht zurückkehren. 
  • Performance: Die Performance beschreibt die Ladezeit einer Website. Je kürzer sie ist, desto besser ihre Performance. Google bewertet lange Ladezeiten negativ und bewirkt, dass Websites im Ranking nach unten rutschen. Eine gute Performance und Page Load Time sind besonders wichtig für mobile Seiten, da nur so gewährleistet wird, dass mobile Aktivitäten schnell durchgeführt werden können. Ist dies nicht der Fall, erhöht sich die Absprungrate (Bounce Rate) der Nutzenden. 
  • Mobiles SEO: Grundsätzlich gilt: mobile Optimierung kann auch mobiles SEO. Wenn du deine Zielgruppe kennst, kannst du deine mobile SEO-Arbeit geographisch fokussieren: Halten sich die Besucher*innen deiner Website in einer Region auf? Dann solltest du deine SEO darauf auslegen. Das gilt natürlich auch für Werbung und Anzeigen, die du schaltest. Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto effizienter kannst du dein mobiles SEO optimieren. Tust du das nicht, verpasst du die Chance, bessere Conversions zu erzielen. 

Mobile First Indexierung – Die Definition

Bei der Mobile First Indexierung nutzt Google vor allem die mobile Version einer Website für die Indexierung und das Ranking. 

Früher wurde hierfür immer die Desktop Version einer Website als Ausgangspunkt genommen. Da die meisten Nutzer*innen mittlerweile aber über Mobilgeräte auf die Suchmaschine zugreifen, crawlt und indexiert der Googlebot mittlerweile hauptsächlich auf mobilen Seiten. Seit dem 1. Juli 2019 ist die Mobile First Indexierung sogar standardmäßig für alle neuen Websites aktiviert worden. 

Mobile First wird Mobile Only – Das Update

Seit März 2021 geht Google sogar noch einen Schritt weiter: Seitdem besucht der Googlebot keine Websites mehr, die ausschließlich desktopbasiert sind. Websites, die eine separate Desktop- und Mobil-Version haben, also zwei URLs, werden nur noch über die mobile Version indexiert. Vor allem aus SEO-Sicht ein entscheidendes Update, das Konsequenzen mit sich bringt: Ist die Suchmaschinenoptimierung rein auf den Zugriff der Desktop-Website optimiert, sind herbe Traffic-Verluste die Folge. 

Der Unterschied zwischen Mobile First vs. Mobile Only

Google gibt dafür selbst ein Beste Practice vor, wie SEO auch unter Mobile First indexiert. Grundsätzlich gilt: Alle Inhalte, die von Google gerankt und indexiert werden sollen, müssen in der mobilen Version zu finden sein. Da hat sich zu Mobile Only nicht viel verändert, außer dass Desktop-Versionen komplett ignoriert werden. 

Das Zusammenspiel von Page Experience und Mobile First

Google bewertet unter anderem die Nutzererfahrung, die eine Website hergibt. Dazu gibt es verschiedene Faktoren, die berücksichtigt werden und die auch die Mobile First Indexierung beeinflussen. Das Ziel von Google ist es, die Websites zu bevorzugen, die eine reibungslose, intuitive und relevante User Experience hergeben – das gilt seit geraumer Zeit nun hauptsächlich für die mobile Version einer Website. 

Dazu gibt es sogenannte Core Web Vitals, also die wichtigsten, unabdingbaren Aspekte für eine Website, die Google für die Mobile First Indexierung fordert. 

Dazu zählen:

  • Ladezeit (Largest Contentful Paint (LCP))
  • Interaktivität (First Input Delay (FID))
  • Visuelle Stabilität (Cumulative Layout Shift (CLS))

Core Web Vitals Google

Quelle: Google

 

Das sind zwar keine neuen Ranking-Faktoren, die Google eingeführt hat, allerdings sind es kumulierte Faktoren, die auch in die Page Experience einfließen. Ferner bewertet Google auch noch die Mobile Friendliness einer URL, die Sicherheit und Sauberkeit des Website Codes, die Nutzung der HTTPS-Verschlüsselung und den Verzicht auf Interstitial-Nutzung (aggressive Unterbrechungen). 

Was ist responsive Webdesign?

Im Grunde bedeutet responsive Webdesign, dass die Bildschirmgröße einer Website für jedes beliebige Endgerät optimal angepasst wird. Egal ob Tablet, Desktop, Smartphone oder Widescreen – die Website sieht immer top aus! 

Vorteile, die ein responsives Webdesign ausmachen

  • Besonders im Bezug auf die Mobile First Indexierung macht eine responsive Website es Google besonders leicht, dessen Algorithmen anzuwenden. 
  • Eine responsive Website bedeutet langfristig weniger Programmieraufwand, da alle Inhalte von einer Seite aus gepflegt werden. FYI: Von mehreren URLs (also einer Desktop-URL www.example.com und einer mobilen URL m.example.com) rät Google strikt ab. Aber allein schon aus Aufwand- und Kostengründen ist es nicht sinnvoll, mehrere URLs zu verwalten, denn die Inhalte müssen auf jeder URL einzeln eingepflegt werden, was ein großes Potential für Duplicate Content und fehlerhaften Inhalten bedeutet. Responsive Webdesign reduziert somit die Wahrscheinlichkeit von häufigen Fehlern im Zusammenhang mit mobilen Websites.
  • Ladezeiten werden verkürzt, da Nutzende nicht mehr weitergeleitet werden müssen, damit ihnen die Website optimal angezeigt wird. Auch hier wird potentiellen Fehlern aus dem Weg gegangen.
  • Bei responsive Websites spart der Googlebot beim crawlen Ressourcen. Schließlich muss der Bot nur noch durch eine Website gehen, um alle Inhalte zu erfassen. Dadurch kann Google mehr Inhalte deiner Website indexieren und diese auch immer aktuell halten. 

Mehr Effizienz wird also von Google belohnt. Was zunächst vielleicht vor allem nach viel Programmier- und Kostenaufwand klingt, kann auf lange Sicht weniger Arbeitsaufwand, bessere Conversions und eine gesteigerte User Experience bedeuten.

Wie teste ich, ob meine Website mobil-optimiert ist?

Wir haben bisher einige Informationen zusammengetragen: Wir wissen, was eine mobil-optimierte Website ausmacht, kennen die Mobile First Indexierung von Google und sind uns der Vorteile einer responsive Website im Klaren. Wo soll man da anfangen, wenn man seine Website optimieren will? Vielleicht erstmal mit dem Status Quo!

Es gibt einige Tests, die Websites auf ihre mobile Optimierung prüfen. Wir haben dir eine Auswahl zusammengestellt:  

  1. Google selbst bietet den Test auf Optimierung für Mobilgeräte an, der deine Website darauf prüft, ob sie mobil-optimiert ist.
  2. Das Google Mobile First Index Tool gibt dir eine Übersicht, welche Ergebnisse der Googlebot beim crawlen deiner Seite bekommt. Außerdem bekommst du hier auch einen Einblick in die Mobile Friendliness deiner mobilen Website und Pagespeed Insights.
  3. Mit dem Screenfly Test von BlueTree kannst du deine Website in verschiedensten Auflösungen sehen. So hast du eine gesammelte Übersicht, wie deine Website auf unterschiedlichen Smartphones (beispielsweise iPhone vs. Android) sowie Tablets, Laptops oder sogar individueller Bildschirm-Skalierung aussieht. 

Die häufigsten Fehler beim Design mobiler Websites und wie du sie vermeidest

Bei der mobilen Optimierung einer Website gibt es selbstverständlich viele Dos und Don’ts! Damit du kein wertvolles Potential verschenkst, solltest du folgende Fehler unbedingt vermeiden:

  • Fotos in schlechter Qualität: Nutze Bilder in hoher Qualität und guter Auflösung. Trotzdem solltest du darauf achten, dass die Dateigröße deiner Grafiken nicht zu groß ist, damit die Ladezeit deiner Website nicht darunter leidet. Idealerweise verwendest du sogar responsive Bilder, die sich der Skalierung des jeweiligen Bildschirms anpassen.  
  • Information Overload: Mobile Nutzer*innen haben meistens weniger Zeit als Desktop-User. Achte daher darauf, nicht zu viele Textblöcke auf deiner Website einzubauen. Überzeuge deine Besucher*innen mit aussagekräftigen Überschriften und informativen Bildern, Videos und Animationen.
  • Kleinteilige, unübersichtliche Navigation: kleine Buttons, Links oder Menüpunkte werden auf Dauer frustrierend. Je anstrengender und kleinteiliger die Navigation einer Website, desto höher die Bounce Rate. Beachte daher folgendes:
    • Baue eine einfache und übersichtliche Menüstruktur, die die wichtigsten Informationen zu Beginn nennt.
    • Drop-Down-Menüs sind sinnvoll, um Inhalte auf den ersten Blick zu komprimieren.
    • Alle Buttons und Links müssen mit dem Daumen klickbar und erreichbar sein, damit eine angenehme User Experience möglich ist.
  • Überladene Seiten: Hab Mut zur Lücke! Um einen guten Überblick zu garantieren, sollten Inhalte nicht zu eng beieinander stehen oder kaum unterscheidbar sein. Auch zu kleine oder unleserliche Schriftarten tun deiner Website kein Gefallen. Ein ästhetisches, übersichtliches Mittelmaß zu finden, ist sinnvoll: Bedenke Aspekte wie Zeilenabstand, Schriftart, Schriftgröße, Farbe, etc.

Wie kann ich mobile Optimierung umsetzen?

Fassen wir zusammen: Wir wissen, dass mobile Optimierung ein absolutes MUSS ist, wenn man die Anforderungen der Nutzenden erfüllen will, um als Unternehmen professionell, effizient und zeitgemäß aufzutreten. 

Wie aber kann ich mobile Optimierung für meine Website umsetzen?

Zuerst ist es eben sinnvoll, die zuvor aufgeführten Tests durchzuführen, um zu wissen, an welchem Ausgangspunkt die eigene Website eigentlich steht! Muss ich meine Website komplett auf mobile Nutzung auslegen oder auf das Mobile Only Update von Google optimieren? Das gibt wichtige Aufschlüsse darauf, welcher Aufwand dich erwartet. 

Der Kostenaufwand

Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, welcher Kostenaufwand hinter mobiler Optimierung steht. Die Frage lässt sich zwar nicht pauschal beantworten, da es sich immer um Einzelfälle handelt, aber wir können zumindest ein Gefühl dafür schaffen. 

Es gibt kostenlose Möglichkeiten, um deine Website mobil auszulegen:

  • Du kannst beispielsweise eine kostenlose Vorlage oder Design auswählen, das auf mobiles Webdesign ausgelegt ist. 
  • Selbstverständlich kann das Erstellen einer mobil-optimierten Website auch kostenlos sein, wenn du selbst über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügst. 

Solltest du einen erfahrenen Entwickler beauftragen (müssen), ist das durchaus mit Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Allerdings gehst du damit auch sicher, dass deine Website wirklich auf alle Anforderungen der Mobile First Indexierung ausgelegt ist. Idealerweise wird deine Website dann auch so aufgebaut, dass du in Zukunft den Großteil der Pflege selbst übernehmen kannst. Hier gilt es schlichtweg, den Kosten- und Nutzenfaktor zu bedenken – bedeutet eine mobil-optimierte Website auf lange Sicht mehr Umsatz, ist der Kostenaufwand wahrscheinlich gerechtfertigt.

Wann brauche ich eine mobil-optimierte Website?

Eine mobil-optimierte Website ist vor allem dann sinnvoll, wenn du eine eindeutige, klar bestimmbare Zielgruppe hast. Beispielsweise bist du ein B2B-Unternehmen und hast die Inhalte auf deiner Website auf potentielle Kund*innen an einem Standort ausgelegt: Da macht es Sinn, deine Website auch ausschließlich auf ihre Bedürfnisse anzupassen. Kommen deine User zusätzlich zum Großteil über das Smartphone auf deine Seite, macht es auch Sinn, sich auf die Smartphone-Optimierung zu konzentrieren und dann auch wirklich alle Inhalte, Bilder und Grafiken auf die mobile Ansicht zu optimieren. 

Wann brauche ich eine responsive Website?

Eine responsive Website kann eben alles – das weiß auch Google. Daher ist es, vor allem bei einer breiten Zielgruppe, die sicherste und langfristigste Option, deine Website auf responsives Webdesign auszulegen. Google selbst empfiehlt an zahlreichen Stellen, das responsive Webdesign bei der Erstellung einer Website auszuwählen. Es bedeutet eben auch langfristig, dass die Pflege und Einarbeitung von Content recht unkompliziert ist, weil die Website selbst Inhalte immer wieder auf das responsive Webdesign anpasst. Eine responsive Website kann also in jedem Fall durch Handhabung, Nutzung, Optik und Auslegung auf mobile SEO-Anforderungen punkten. 

Fazit

Ob responsive oder mobil-optimiertes Webdesign für deine Unternehmenswebsite passend ist, musst du für deine Zielgruppe, Strategie und Ziele selbst herausfinden. Aber klar ist, dass deine Website unbedingt auf mobile Nutzer*innen ausgelegt werden muss. Ansonsten hast du keine Chance, im Suchmaschinenranking und in der Customer Journey gegen Wettbewerber anzukommen, die auf die Mobile First Indexierung ausgelegt sind. Wichtig ist, hier auch langfristig zu denken: Guckt man sich die Zahlen vom Anfang an, wird klar, dass mobil noch wichtiger wird, als es jetzt schon ist. Daher gibt es keinen Grund, deinen Fokus nicht auf mobile Websites zu legen. Und dabei sind auch die Updates und Trends von Google, als größte Suchmaschine, wichtig im Auge zu behalten, damit man immer auf den neuesten Stand ist und weiterhin bestmögliche SEO-Ergebnisse liefert. 

 

Über den Autor

Marie brennt für die deutsche Sprache und das Verfassen von Texten - am liebsten im Team mit kreativem Austausch. Abseits des Büroalltags wirft Marie gerne einen Blick in fremde Kulturen und lernt neue Sprachen. Falls du Fragen und Anregungen hast, kontaktiere Marie gerne unter marie@friendventure.de

Friendventure Mitarbeiterin Marie

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