Google Ranking Faktoren 2023 im Überblick

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  • Leo Lemke Friendventure
    Leo Lemke
    Entwicklung
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Wer SEO betreibt, weiß: Die Ranking Faktoren von Google ändern sich mit der Zeit. Als die Technik in den Kinderschuhen steckte, genügte es noch, die eigene Seite mit den relevanten Keywords voll zu pflastern. Heute muss eine Website mobil optimiert sein, die Core Web Vitals erfüllen und eine astreine UX aufweisen, um auch nur eine Chance auf ein gutes Ranking zu bekommen. Doch wenn du nicht für die Suchmaschine, sondern für deine Zielgruppe optimierst, bist du auf dem richtigen Weg.

Falls du dich fragst, welche Faktoren aktuell am wichtigsten sind, bist du hier richtig. Wir haben die bedeutendsten Google Ranking Faktoren 2023 für dich kurz und knapp zusammengefasst.

Mobile First

Websites werden schon seit Jahren nicht mehr bloß auf Desktop-PCs aufgerufen. Heutzutage ist es mindestens genauso wichtig, dass eine Website für Smartphone- und Tablet-Bildschirme optimiert ist. Darum hat Google den Ranking Faktor “Mobile First” eingeführt, der genau das meint, was er aussagt: Mobil optimierte Websites werden in den Suchergebnissen bevorzugt. Schließlich möchte niemand, der unterwegs schnell etwas googelt, eine halbe Stunde zoomen, bevor er sein Suchergebnis lesen oder bedienen kann.

Für dich heißt das: Wenn deine Website nicht responsiv ist – sich also nicht an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst – dann solltest du sofort alles stehen und liegen lassen und daran etwas ändern. Da es schwierig sein kann, veraltete Websites nachträglich an den mobilen Standard anzupassen, stellt ein Relaunch hier meist die beste Lösung dar.

Content

Klar, das Design und die technische Umsetzung tragen maßgeblich zur User Experience bei – aber das, wofür User:innen eigentlich auf deine Seite kommen, ist der Content. Zwar gibt es kein eindeutiges Messverfahren, das bestimmt, was “guter Content” ist, doch für Google gibt es einige Indikatoren, die zu einem besseren Ranking führen. In aller Kürze sind das:

  • Länge: Es gibt keine magische Kennziffer, die von Google bevorzugt wird. Doch wenn dein Text zwischen 1.500 und 2.000 Wörter umfasst, stehen die Chancen gut, dass er weder zu lang noch zu kurz ist.
  • Lesbarkeit: Variiere Satzlängen, verzichte auf Bandwurmsätze und verwende kein überaus komplexes Vokabular.
  • Multimedia: Reiner Text zieht User:innen nicht so sehr in den Bann wie eine Mischung aus Text, Bildern und eventuell Videos. Google belohnt daher abwechslungsreichen Content.
  • Originalität: Verfasse deine Texte selbst! Kopierst du deinen Content einfach von anderen Websites, ist das nicht nur moralisch problematisch – Google wird ihn als Duplicate Content einstufen und entsprechend abstrafen.

Du nutzt WordPress? Dann kannst du zur Unterstützung das Plugin Yoast SEO für deine Onpage-Optimierung verwenden.

Keywords / Search Intent

Eng mit dem Verfassen des Contents verknüpft sind die Keywords. Denn ein hohes Google-Ranking bringt dir nur dann etwas, wenn es mit der richtigen Suchanfrage – also dem richtigen Keyword – verknüpft ist. Was bringt es einem Finanzdienstleister, auf der ersten Ergebnisseite für die Anfrage „Tiernahrung Köln“ zu erscheinen? Genau, gar nichts. Denn der oder die Suchende wird hier wohl kaum fündig werden.

Ladegeschwindigkeit (Core Web Vitals)

Deine Seite kann noch so toll sein – wenn sie nicht oder zu langsam lädt, werden Nutzer:innen abspringen, bevor sie sie überhaupt zu Gesicht bekommen haben. Google misst die Ladegeschwindigkeit anhand von drei Werten, den Core Web Vitals.

  1. Largest Contentful Paint (LCP): Wie viel Zeit vergeht, bis das größte Element im Sichtbereich vollständig geladen ist?
  2. First Input Delay (FID): Wie viel Zeit vergeht, bis der Browser auf die erste Interaktion der Nutzenden reagiert?
  3. Cumulative Layout Shift (CLS): Wie häufig verschieben sich Elemente des Layouts während die Seite lädt?

Wenn du wissen möchtest, wie deine Website in diesen Punkten abschneidet, musst du dich zum Glück nicht mit einer Stoppuhr vor den Rechner setzen. Dafür gibt es Tools wie PageSpeed Insights oder Google Lighthouse. Wir haben auch einen Artikel dazu, wenn du genau wissen möchtest, wie du einen PageSpeed Test durchführst. Stellt sich nach dem Test heraus, dass Optimierungsbedarf besteht, ist der Weg zur Besserung leider nicht immer offensichtlich. Eine häufige Problemquelle, die sich leicht beheben lässt, stellen zu große Bilddateien dar. Alles über 300 kB solltest du komprimieren und nach Möglichkeit verkleinern – hier gibt es hilftreiche Tools wie tinyjpg. Wird der langsame Pagespeed jedoch nicht von zu großen Dateien verursacht, sieht das Suchen nach Lösungen schwieriger aus. Denn dann liegt die Ursache meist im Code der Seite selbst. Hier kann es unzählige Problemquellen geben. Ohne Fachkenntnis lässt sich hier nicht mehr viel ausrichten.

SERP-Snippet-Optimierung

Den Teil deiner Webseite, der in den Suchmaschinenergebnissen erscheint, nennt man das SERP-Snippet (oder auch nur Snippet). Wofür das SERP steht? Search Engine Result Page. In der SEO-Welt sind Abkürzungen sehr beliebt! Das Snippet stellt quasi das Aushängeschild, die Reklametafel, das Cover deiner Seite dar. Es soll Suchmaschinennutzer:innen dazu verleiten, auf deine und keine andere Seite zu klicken. Dafür muss das Snippet ihnen den Eindruck vermitteln, genau den richtigen Content zur Suchanfrage zu liefern. Leichter gesagt als getan, aber auch kein Hexenwerk. Was du hierfür bearbeiten musst, sind die Meta-Daten deiner Seite:

  1. Meta-Titel: Den wohl wichtigsten Teil des Snippets stellt der Titel dar. Er muss pointiert das Thema deiner Seite zusammenfassen und neugierig auf den Content machen.
  2. Meta-Beschreibung: Hat der Titel die Suchenden noch nicht überzeugt, ist die Beschreibung deine zweite Chance. Sie reichert den Hook des Titels mit mehr Informationen an und macht Versprechungen (die dein Content auch einhalten sollte).
  3. URL: Die angezeigte URL sollte leicht merkbar sein und nicht unnötig lang.

Für alle drei Punkte gilt: Am besten enthalten sie das Keyword, für das du ranken möchtest. Bearbeiten kannst du die Meta-Daten deiner Webseite im HTML-Code. Wenn du eine WordPress-Seite betreibst, können wir dir allerdings ein Plugin empfehlen: Yoast SEO. Dieses fügt all deinen Seiten und Beiträgen einen komfortablen Editor hinzu, mit dem du die Meta-Daten direkt im Backend anpassen kannst. Du möchtest mehr Details? Auf unserem Blog erfährst du mehr über die Onpage-Optimierung mit Yoast.

UX / User Signale

Google möchte seinen Nutzer:innen die besten Ergebnisse für ihre Anfragen liefern. Wenn ein Suchergebnis in der Vergangenheit Besucher:innen eine gute User Experience beschert hat, wird das von Google positiv gewertet. Doch woran erkennt Google, ob eine Website User:innen eine gute Experience bietet? Hier kommen die sogenannten Nutzersignale ins Spiel. Die wichtigsten sind:

  • Back-to-SERP-Rate: Wie viele Nutzer:innen kehren schon kurz nach ihrem Seitenbesuch zu den Suchergebnissen zurück?
  • Absprungrate (Bounce Rate): Wie viele Seitenbesucher:innen verlassen deine Seite wieder, ohne mit ihr interagiert zu haben?
  • Click-through-Rate: Wie viele Suchmaschinennutzer klicken das Snippet deiner Seite in den Suchergebnissen an?
  • Time-on-Site: Wie lange verbringen Besucher:innen auf deiner Website?

All diese Signale zeigen für Google in eine Richtung: Wenn deine Seitenbesucher:innen ihren Aufenthalt zu schnell beenden, hat ihnen deine Seite nicht das geboten, was sie gesucht haben. Die Gründe dafür können vielfältig sein, meist läuft es jedoch auf zwei Punkte hinaus: Entweder wird die UX deiner Seite durch mangelhafte technische Umsetzung verschlechtert oder dein Content befriedigt die Suchintention deiner Besucher:innen nicht. Mit der Google Search Console oder Google Analytics kannst du analysieren, wie es um deine Seite steht, und dann entsprechend optimieren.

Indexkontrolle

Damit eine Website in den Google-Suchergebnissen aufgeführt werden kann, muss sie indexiert worden sein. In der Regel geschieht das mit jeder Seite automatisch, doch es kann passieren, dass etwas die Indexierung verhindert. Grund hierfür ist entweder ein Eintrag in einer speziellen Website-Datei, der dem Google-Crawler das Indexieren verbietet. Oder der Crawler ignoriert deine Seite von sich aus, weil er sie für Spam hält / deine SEO-Maßnahmen als unlauter einstuft (siehe Black Hat SEO). Die Überprüfung ist denkbar einfach: Entweder du nutzt den Punkt “URL-Prüfung” der Google Search Console oder du suchst ganz einfach bei Google nach deiner Seite. Verwende hierfür folgende Schreibweise:

  • site:deineseite.de/unterseite

Internes Linkbuilding

Es ist immer gut, wenn deine Seiten nicht allein durch eine Menüleiste, sondern von mehreren Stellen aus besuchbar sind. Das steigert einerseits die Chance auf Besucher-Traffic, andererseits hilft es Google, deine Seitenstruktur zu verstehen. Zumindest, wenn du es richtig machst. Die Rede ist hier von internem Linkbuilding: überall da, wo es sinnvoll ist, verlinkst du von Seiten deiner Website auf andere deiner Seiten. Dafür setzt du jedoch nicht einfach die URL als Link in der Wildnis aus, sondern integrierst sie organisch in deinen Content. Dabei sollte der Titel deines Links bereits auf den Inhalt der Seite verweisen. Verlinke also keine nichtssagenden Wörter wie “hier” in “Mehr Informationen zu SEO findest du hier.” Stattdessen solltest du den Satz in solch eine Form bringen: “Auf unserem Blog findest du mehr Informationen, wie du erfolgreich eine Onpage Optimierung durchführst.”

Nicht nur Links auf deiner Website stellen einen wichtigen Ranking-Faktor dar – auch Links, die von externen Webseiten auf deine weiterleiten, beeinflussen deine Position in den Suchergebnissen. Diese werden als Backlinks bezeichnet. Für Google dienen sie als Indikator für nützlichen und vertrauenswürdigen Content, denn: Warum sollten andere Quellen sonst auf dich verweisen? Das Linkbuilding ist hier leider längst nicht so einfach wie bei internen Links. Im Grunde hast du nur zwei Möglichkeiten: Erstens musst du den Content deiner Seite so weit optimieren, dass andere Seiten automatisch auf ihn verlinken. Zweitens gehst du Kooperationen mit anderen Seitenbetreibenden ein. Eine übliche Methode ist zum Beispiel das Schreiben eines Artikels für ein anderes Content-Portal, in den du einen Backlink zu deiner eigenen Website einfügst.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl von Ranking-Faktoren, die du bei der SEO-Optimierung im Kopf haben solltest. Denn dadurch kannst du gezielt Probleme identifizieren und Lösungen erarbeiten. Wenn du noch tiefer in die Materie eindringen möchtest, können wir dir unseren SEO-Guide für Einsteiger:innen sowie unsere Anleitung zu technischem SEO für Fortgeschrittene empfehlen.

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Autoren

  • Über Leo Lemke

    Leo Lemke Friendventure

    Leo liebt das Arbeiten mit Texten – ob als Autor von Artikeln und Websites oder als Lektor. Am liebsten befasst er sich mit den Themen Social Entrepreneurship, New Work und Internethistorie. Außerhalb des Büros tobt er sich gerne mal literarisch aus.

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