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„Ich wache morgens auf, wenn mein Körper es für richtig hält“: 10 Fragen an Christian Hoffmann

03.04.2019·von Gerrit Noppel zum Thema Interviews

Heute hat Christian aus der Webentwicklung die Ehre, 10 Fragen zu seinem (Arbeits)Leben zu beantworten. Und Christian hat schon einiges erlebt: Im Alter von 15 Jahren kam eine Unterlassungserklärung vom Plattenlabel Universal ins Haus geflattert. Was es damit auf sich hatte und warum Christian nie einen Wecker braucht, erfahrt ihr im Interview. 

 

Seit wann bist du Teil des Friendventure Teams und wie kamst du zu uns?

Ich bin im Juni 2018 nach Köln gezogen und habe damals nach “digitalagentur köln” gegoogelt und mich bei fünf Agenturen mit den vielversprechendsten Websites beworben.

Bei allen fünf hatte ich ein Bewerbungsgespräch. Letztendlich habe ich mich für Friendventure entschieden, weil ich mir sicher war, dass ich mit dem Team und vor allem den Arbeitsbedingungen, der Work-Life-Balance, der freien Zeiteinteilung und Arbeitsplatzwahl am glücklichsten würde. Das hat sich bisher auch bestätigt!

 

Was ist dein genaues Aufgabengebiet bei uns?

Ich bin Webentwickler, d. h. ich entwickle Websites, schreibe HTML-, CSS-, JavaScript- und PHP-Code, richte WordPress-Systeme ein, bin Ansprechpartner für alle möglichen technischen Fragen.

Mein Alltag besteht also hauptsächlich aus dem Schreiben von Code. Aber das Klischee vom Kellerkind, das nur alleine vor seinem Bildschirm sitzt und mit niemandem spricht, stimmt so nicht. Direkt nach dem Code sind konstruktive Besprechungen und effiziente Kommunikation mit Kollegen und Kunden besonders wichtig. Ein gutes Ergebnis kann gerade bei der Entwicklung von Websites oder auch Software nur in einem gut kommunizierenden Team entstehen.

 

Was fasziniert dich besonders an deinem Bereich und wie wird er sich deiner Meinung in den nächsten Jahren verändern?

Das Web war für mich schon immer total faszinierend, weil hier quasi alle Informationen der Welt öffentlich zugänglich sind. Plötzlich kann jeder Mensch mit jedem anderen Menschen auf der Welt vernetzt sein und jeder kann eine Stimme haben.

Schon als Jugendlicher habe ich ein paar Websites entwickelt – eine Homepage über mich selbst oder auch eine Fanpage für meine damalige Lieblingsband The Hives. Bis Universal mir persönlich verboten hat, T-Shirts mit dem Logo der Band über Spreadshirt zu verkaufen! 🙂 Das war für mich als 15-Jähriger ein bisschen beängstigend.

Faszinierend an der Webentwicklung waren für mich schon immer zwei Aspekte:

  1. Aus dem Nichts etwas erschaffen mittels Code, den die meisten Menschen, wie z. B. meine Mutter, nicht verstehen.
  2. Die selbstgeschaffene Website anschließend jedem Menschen, z. B. meiner Mutter, zeigen zu können.

Das unterscheidet die Entwicklung einer Website z. B. von der Entwicklung einer hauseigenen Finanzsoftware, die nur die Angestellten der Firma zu Gesicht bekommen.

Außerdem ist die Branche sehr schnelllebig. Jedes Jahr muss ich mir neue Techniken und Lösungen aneignen. Software, Hardware und Technik entwickeln sich in rasantem Tempo weiter – so wird einem nie langweilig. Und dieses Tempo wird aller Voraussicht in den nächsten Jahren so bleiben oder sogar noch anziehen.

 

Wie würdest du Friendventure einem guten Freund beschreiben?

Den Konjunktiv kann man hier weglassen. Meine Freunde werden bestätigen, dass ich ihnen Friendventure immer wieder – vielleicht ein bisschen zu häufig – als super Arbeitgeber beschreibe.

Wir entwickeln gute Websites, arbeiten professionell miteinander und haben dabei noch Spaß. Für mich fühlt sich Arbeit – seitdem ich bei Friendventure bin – viel weniger wie Arbeit an. Die Agentur hat es verstanden, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Ich kann meine Arbeitszeit selbstständig einteilen, meinen Arbeitsplatz frei wählen (daher meist Homeoffice) und meine Aufgaben so lösen, wie ich es als Profi für richtig halte. Von der daraus resultierenden höheren Produktivität profitiert auch die Agentur. Eine klassische Win-Win-Situation.

 

Wie startest du morgens in den (Arbeits)Tag?

Sehr entspannt, denn so beginnt für mich ein guter, lebenswerter und auch produktiver Tag. Ich verstehe nicht, wie man einen Tag produktiv nutzen soll, wenn man um 6:30 Uhr aus der Tiefschlafphase gerissen wird, um pünktlich um 8 Uhr bei der Arbeit aufzuschlagen. Und das, nachdem man womöglich noch eine Stunde im Stau gestanden hat …

Ich wache morgens selbstständig ohne Wecker auf, wenn mein Körper es für richtig hält, frühstücke ohne Zeitdruck, mache etwas Sport, dusche und setze mich dann glücklich und entspannt an den Laptop.

 

Homeoffice oder Büro? Was liegt dir mehr?

Homeoffice. Auch wenn man manchmal den direkten Kontakt mit den Kollegen vermisst, bietet das Homeoffice für mich so viele Vorteile: Ich spare mir zwei Strecken am Tag, kann meine Arbeit in einem Umfeld absolvieren, das ich mir selbst nach meinen Wünschen und Bedürfnissen eingerichtet habe, und vor allem werde ich hier nicht gestört.

Meine Kollegen erreichen mich problemlos über diverse Kommunikationstools, die ich bei Bedarf aber stets stumm schalten kann. Nachrichten beantworte ich beizeiten. Wenn ich gerade tief in einem Programmiertunnel stecke, möchte ich ungestört arbeiten. Jede Unterbrechung von 10 Sekunden bedeutet, dass ich 5 Minuten brauche, um wieder die volle Konzentration aufzubauen. Und im Büro wird man – für meine Bedürfnisse – zu häufig von irgendwas unterbrochen.

Ich bin zu Hause also entspannter, glücklicher, aber auch effizienter und produktiver. Insofern würde ich das Homeoffice ebenfalls als klassische Win-Win-Situation bezeichnen.  

 

Was ist dein absolut unverzichtbares Digital Tool im Alltag?

Das ist für mich eine sehr schwierige Frage, weil ich als selbsternannter Digital Native und Early Adaptor so viele digitale Tools täglich nutze. Aber wenn ich mich zumindest für ein Gerät entscheiden müsste, auf das ich am wenigsten verzichten wollte, wäre das wohl das iPhone, denn das nutze ich für fast alles: bezahlen, meine Lichter einschalten, Fitnesstracking, Bücher lesen, Banking und Finanzen, fotografieren, Nachrichten lesen, Wetter checken, Videos ansehen, Urlaub buchen, Musik hören usw.

Ich habe sogar eine App zum Klavierspielen lernen. Meine Zahnbürste ist mit meinem iPhone verbunden. Ich erhalte quasi einen Statusbericht, wie gut ich welche Zähne geputzt habe. Wie soll ich darauf verzichten? 😉

 

Wo informierst du dich und wie bleibst du up-to-date in deinem Bereich?

Ich habe das Glück, dass der Bereich, in dem ich arbeite, gleichzeitig auch der Bereich ist, in dem ich am meisten über meine Arbeit lernen kann. Fast alles, was man über Webentwicklung wissen will, kann man im Web nachschlagen.

Damit ich auch wirklich up-to-date bleibe, benutze ich klassische RSS-Feeds. Ich folge zwar auch vielen guten Webentwicklern auf Twitter, aber bei den durch Algorithmen gefilterten Newsfeeds geht mir sonst zu viel verloren.

Gute Quellen sind für mich z. B. Smashing Magazine, CSS-Tricks, freeCodeCamp, Front-End Front und Sidebar.  

 

Was sind deine Lieblingsbeschäftigungen und Hobbys?

Tatsächlich habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Auch in meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit Technik und dem Internet.

Abgesehen davon mag ich aber auch andere Dinge, die Spaß machen. Vor allem aber: kurze und lange Radtouren, Videospiele (hauptsächlich von Nintendo), Schwimmen (am liebsten in natürlichen Gewässern) und Klavierspielen (meine Empfehlung: Bei flowkey gibt es viel Videospielmusik zum Nachspielen).

 

Wo finden wir dich im Netz?

Bei Twitter und Instagram jeweils als @christianphilie.

 

Danke für das Interview Christian!

Über den Autor

Gerrit brennt für Content Marketing. Leidenschaftlich gern schreibt er zu Themen wie New Work, Mitarbeiterbeteiligung und Entrepreneurship. Sein Interesse gilt außerdem der Europa- und Netzpolitik. Bei Fragen und Anregungen zum Blog kontaktiert ihn gerne per E-Mail: gerrit(at)friendventure.de

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